| 02:46 Uhr

Kino weiter in der Diskussion

Rietschen. Die Diskussion um die Sanierung des Kinos in Rietschen reißt nicht ab. Am Montag wurde das Thema ausgiebig im Technischen Ausschuss besprochen. Regina Weiß

"Wir haben in alle Richtungen diskutiert", so Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Soll heißen, von Sanierung bis Abriss und Neubau ist alles besprochen worden. Manchmal auch etwas überspitzt. So war von der Elbphilharmonie Rietschen die Rede. Und die Diskussion wird weitergehen. Schon am nächsten Montag beim Gemeinderat steht das Thema wieder auf der Tagesordnung. Und laut Brehmer ist das auch richtig so. "Das Kino bewegt die Gemüter in Rietschen, es beschäftigt die Leute", weiß Brehmer. Deshalb findet er es gut, wenn alles ausführlich im Vorhinein besprochen wird. "Die Zeit sollten wir uns einfach nehmen." Denn, wenn das Vorhaben einmal läuft, dann gäbe es keinen Punkt, wo man umkehren könne.

Derzeit läuft die Planung für die energetische Sanierung und den Umbau des Kinos. Der Sanierungsbedarf beläuft sich auf rund 1,1 Millionen Euro. An dieser Summe scheiden sich die Geister. Deshalb erging an das Planungsbüro Ussath aus Krauschwitz der Prüfungsauftrag, Kosten einzusparen. Laut Brehmer ist den Räten aber auch eins bewusst geworden, dass das Alter des Gebäudes seinen Tribut erfordert. Bausubstanz geht verloren, wenn beispielsweise das Holz an einigen Stellen verfault ist. Hinzu kommen gesetzlichen Regeln, die bei Sanierungen bindend sind. Ralf Brehmer nennt beispielsweise das Stichwort Brandschutz. Das ist verpflichtend. Für Brehmer ist klar, dass dieses Bauprojekt aus Wirtschaftlichkeit nicht zu betrachten ist. "Für Subventionieren auf Jahre die Kinokarten", so der Bürgermeister.

Auch wenn das Sanierungsvorhaben gefördert wird, muss die Gemeinde nach derzeitigem Stand einen Eigenanteil von rund 475 000 Euro aufbringen.