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Rietschen
Kino Rietschen: Brandschutz bleibt weiter im Fokus

Rietschen. Soll das Rietschener Kino saniert werden oder nicht? Die Gemeindeverwaltung holt sich vor einer Entscheidung jetzt noch einmal Infos von Brandschutz-Experten. Von Sascha Klein

Bevor es eine Entscheidung über eine Sanierungsvariante für das Rietschener Kino gibt, will Bürgermeister Ralf Brehmer zunächst mehr Informationen zu möglichen Brandschutz-Auflagen einholen. „Es wird noch einmal eine Brandverhütungsschau im Kino geben“, sagt er nach einem Gespräch mit der Bauaufsicht des Landkreises Görlitz. Anschließend erhofft sich die Gemeinde Rietschen konkrete Aussagen, welche Arbeiten an dem historischen Gebäude zwingend angegangen werden müssen. Diese Ergebnisse sollen die Planer dann in ihre Berechnungen einfließen lassen.

Zurzeit liegen drei Varianten zur Sanierung des Kino-Cafés auf dem Tisch - mit geschätzten Kosten zwischen 900000 Euro und 1,1 Millionen Euro. Diese sind dem Gemeinderat jedoch zu teuer. Die Gemeinderäte fordern eine Sanierung für höchstens 800000 Euro. Dafür sollen die Planer nun eine Variante entwickeln.

Der Rietschener Kinosaal ist 1908 als Kaisersaal erbaut worden. Kino gibt es dort seit den 1950er-Jahren. In den 1980er-Jahren ist der Saal für rund eine Million DDR-Mark saniert und im Jahr 1987 erneut als Kino eröffnet worden. Seit 1991 wird das Kino wieder privat geführt – bis Ende 2016 durch eine Betreiber-GbR, seit Januar 2017 durch den Verein Kino-Café Rietschen, der sich seit vielen Jahren für den Erhalt des Lichtspielhauses stark macht.