Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, so Kerstin Antonius. Viele schlaflose Nächte würden hinter ihr liegen, denn sie sei sehr gern Bürgermeisterin. Doch jetzt sei ihr Entschluss unumstößlich. Sie führte persönliche und berufliche Gründe für die getroffene Entscheidung an. Kerstin Antonius

sei stolz auf das, was Trebendorf mit ihr an der Spitze in den vergangenen sieben Jahren erreicht habe, bekannte sie. "Ich werde das Amt in meiner verantwortungsbewussten Art bis September weiterführen", kündigte die Trebendorferin an. So ein Amt fordere mehr als 100 Prozent Einsatz, nannte sie ihren eigenen Anspruch, dem sie nachgekommen sei.

Ihr sei bekannt geworden, dass es jemanden gibt, der für das Ehrenamt kandidieren wolle, sich aber öffentlich noch nicht dazu geäußert habe. "Es geht also weiter."

Den Stein, ihre Entscheidung genau an diesem Abend öffentlich zu machen, hatte Alt-Bürgermeister Peter Mäkelburg ins Rollen gebracht. Er hatte sich ereifert, weil die Wählervereinigung, für die Kerstin Antonius vor sieben Jahren als Bürgermeister-Kandidatin angetreten war, noch nicht aktiv geworden sei. Er habe das Thema bereits im Februar in einer Ratssitzung angesprochen. Als er noch Bürgermeister war, habe er sich selbst intensiv um seine Nachfolge gekümmert, kritisierte Mäkelburg. Kerstin Antonius vertritt den Standpunkt, dass das Sache der jeweiligen Wählervereinigungen sei, Kandidaten aufzustellen.

Die Bürgermeister-Wahl in Trebendorf fällt auf den Tag der Bundestagswahl am 24. September 2017.