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| 21:44 Uhr

Bauwerk in Bewegung
Der schiefe Kirchturm von Uhyst wird langsam sichtbar

Wer genau hinschaut, bemerkt die Neigung des Uhyster Kirchturms.
Wer genau hinschaut, bemerkt die Neigung des Uhyster Kirchturms. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Uhyst. Das Wahrzeichen soll in den kommenden Jahren saniert werden. Gutachten: Gefahr besteht nicht. Von Torsten Richter-Zippack

Vielleicht täuscht der Eindruck, den genau hinschauende Menschen haben: Der Uhyster Kirchturm scheint sich ein Stück weit in Richtung der B 156 zu neigen. „Ich habe diesen Eindruck auch, aber ich kann keine Gradzahlen nennen“, erklärt Pfarrer Matthias Gnüchtel. Bereits vor wenigen Jahren sei der Turmreiter untersucht worden, aber das entsprechende Gutachten enthalte dazu keine Zahlen. „Gefahr ist also nicht im Verzug“, stellt der Kirchenmann klar. Allerdings könnten die insgesamt drei Glocken schon länger nur noch zu besonderen Anlässen geläutet werden, beispielsweise zu Gottesdiensten, Feiertagen und Hochzeiten. Das Stunden- und Tagesgeläut sei seit rund drei Jahren abgestellt. „Wir wollen den Turm nicht unnötig belasten“, erklärt Pfarrer Gnüchtel.

Mittelfristig sei eine Instandsetzung durch Zimmermänner erforderlich. Gern würde die Kirchgemeinde schon bald damit beginnen. Nur fehle es derzeit an Fachleuten. „Die sind ausgebucht“, sagt Matthias Gnüchtel. Er rechnet mit einem Beginn der Arbeiten nicht vor Ende nächsten Jahres.

Der Uhyster Kirchturm ist nicht das einzige schiefe Bauwerk seiner Art im Lausitzer Seenland. Auch sein Pendant in Geierswalde neigt sich deutlich sichtbar westwärts. Dort wurde der Turm bereits vor vielen Jahren mittels eines schweren Ankers stabilisiert.