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Keine Umsiedlung – Frust und Freude bei den Betroffenen

Mulkwitz bleibt stehen, wird nicht umgesiedelt.
Mulkwitz bleibt stehen, wird nicht umgesiedelt. FOTO: Gabi Nitsche (LR-MOB-RED-415)
Schleife/Trebendorf. Die LEAG hat sich entschieden – bis auf das Sonderfeld bei Mühlrose wird es den Tagebau Nochten II nicht geben. Die Reaktionen darauf in den Dörfern von Schleife und Trebendorf fallen unterschiedlich aus. Doch Frust und Enttäuschung überwiegen. ni

Jahrelang haben Bürgermeister, Räte, Verwaltungen und potenzielle Umsiedler Zeit, Kraft und Nerven in die Vorbereitung dieses unvermeidlichen Prozesses, wie es ihnen immer suggeriert wurde, gesteckt. Jetzt müsse alles dafür getan werden, damit der soziale Frieden wieder hergestellt werde und die Ungerechtigkeit ein Ende hat, fordern die Menschen.

Es braucht für die Betroffenen eine adäquate Lösung für den Wärmeliefervertrag, für die Abwasserthematik und so weiter. Es geht um Regelungen, die für die Bewohner nördlich der Bahnlinie in Schleife und für Trebendorf ausgehandelt und in Kraft getreten sind, aber für die potenziellen Umsiedler erst zeitversetzt an den neuen Wohnorten gelten sollten. Freude löste dagegen die aktuelle Entscheidung der LEAG in Mühlrose aus. Die Einwohner dürfen wie gewollt umsiedeln.