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Keine Harken auf dem Friedhof

Für Urnenreihengräber, die von der Gemeinde betreut werden, gelten nun feste Regeln.
Für Urnenreihengräber, die von der Gemeinde betreut werden, gelten nun feste Regeln. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Boxberg. Gleich an mehreren Stellen ist die Friedhofssatzung der Gemeinde Boxberg geändert und angepasst worden. Das hat der Gemeinderat nun beschlossen. Christian Köhler

"Es geht vor allem um Grabanlagen in Kringelsdorf und Boxberg", erklärt Hauptamtsleiter Arian Leffs, "die von der Gemeinde gepflegt und betreut werden." Dabei treten ab jetzt Änderungen insbesondere bei den Urnenreihengrabstätten in Kraft.

So ist nun festgeschrieben, dass sich lediglich ein Grabschmuck auf den Grabstätten befinden darf. Weiterer Grabschmuck wird entfernt - in der Regel vier Wochen nach der Beerdigung. "Es sieht auch nicht gut aus, wenn auf einzelnen Gräbern Plastikschmuck und mehrere Blumengestecke sind", ist sich Leffs sicher. Dabei verweist er auf Bürgerbeschwerden, die bei der Verwaltung eingegangen seien. Denn die Gräber beziehungsweise die Bestattungsart waren ursprünglich für Bürger gedacht, deren Angehörige nicht mehr in Boxberg wohnhaft sind. Diese Gräber werden von der Gemeinde gepflegt. Allerdings würden vermehrt dennoch Dekorationen abgelegt werden. "Ähnliche Regelungen sind in anderen Kommunen längst die Regel", betont Leffs.

Das sind aber nicht die einzigen Änderungen, die der Gemeinderat gebilligt hat. So ist bei der neuen Satzung auch der Brandschutz bedacht worden. Künftig dürfen nämlich ab der dritten Waldbrandwarnstufe keine batteriebetriebenen Grablichter mehr entzündet werden. Ferner ist die Verwendung von chemischen Pestiziden und Unkrautvernichtungsmittel bei der Grabpflege untersagt.

Zudem dürfen Gartengeräte nicht mehr sichtbar an der Grabstätte aufbewahrt werden. Auch unter Hecken, Sträuchern und Bäumen dürfen sie nicht "versteckt" werden. Es gehe auch darum, so heißt es in der Satzung, die "Würde des Ortes" zu wahren. Das gelte insbesondere dann, wenn Flaschen oder Büchsen als Behälter für Blumen oder Weihwasser genutzt werden. Auch das ist künftig untersagt.

Die neue Friedhofssatzung ist zuvor im Verwaltungsausschuss mehrere Wochen diskutiert und zum Beschluss durch den Gemeinderat empfohlen worden, so der Hauptamtsleiter. Der Rat hat die genannten Änderungen einstimmig beschlossen.