Das Projekt Caravan-Stellplatz am Tierpark in Weißwasser nimmt weiter Konturen an. Im Zuge der Umgestaltung des Jahnbades hatte die Stadt gemeinsam mit der Partnerstadt Zary Fördermittel beantragt. Während in Zary ein Campingplatz entstanden ist, soll in Weißwasser auf dem Parkplatz am Jahnbad beziehungsweise Tierpark jener Stellplatz entstehen. Nun ist dort eine neue Ladesäule für die Wohnmobile aufgestellt worden.
Allerdings betont Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext): „Die Entwicklung der E-Mobilität geht an den Kommunen vorbei.“ So würde etwa die Förderkulisse der EU für Regionale Entwicklung (Efre) nicht mehr den Aufbau einer Infrastruktur für E-Ladesäulen unterstützen. Bislang sei die Stadtverwaltung davon ausgegangen, dass sie den Aufbau zumindest mit begleiten kann. Private Unternehmen seien da in einer viel besseren Position.

Keine E-Ladesäule am Bahnhof Weißwasser

Umso dankbarer ist der Oberbürgermeister, dass etwa die Stadtwerke Weißwasser sich der E-Mobilität angenommen und jüngst eine Schnell-Ladesäule am Hotel Kristall in Betrieb genommen haben. „Wir bräuchten allerdings noch eine engere Verzahnung zwischen der Stadt und den Wohnungsunternehmen bei uns“, sagt er. Denn es müssten auch dort Ladesäulen aufgestellt werden, wo die Menschen wohnen, um nachhaltig die E-Mobiltät zu fördern und so dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Weißwasser ebenfalls eine Ladesäule an der Friedrich-Bodelschwingh-Straße errichtet, sei „ein weiterer guter Schritt“, so Pötzsch. Die Stadt selber allerdings werde nicht wie vorgesehen am Bahnhof eine solche Säule aufstellen, da sie nicht über das Efre-Programm finanziert wird.