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| 14:49 Uhr

Infrastruktur
Kein Weg führte nach Kaupen

Die direkte Zufahrt nach Polen ab dem Kreisverkehr in Weißkeißel ist derzeit nicht mehr möglich. Foto: J. Rehle
Die direkte Zufahrt nach Polen ab dem Kreisverkehr in Weißkeißel ist derzeit nicht mehr möglich. Foto: J. Rehle FOTO: Joachim Rehle
Weißkeißel. Der Bau vom Grenzzubringer in Weißkeißel geht zügig voran. Von Regina Weiß

Was den Bau des zweiten Abschnitts des Grenzzubringers Weißkeißel (S 127 n) betrifft, hat sich Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) eigentlich mit Kommentaren zurückgehalten. Doch in der vorigen Woche „habe ich mal Luft abgelassen“, berichtet er der RUNDSCHAU. Grund dafür war ein Vorgehen, dass vor allem bei den Anwohnern von Weißkeißel-Kaupen auf große Kritik stieß.

Wer sozusagen früh sein Haus verlassen hatte, wusste am Nachmittag nicht mehr, wie er dorthin zurück kommen sollte. „Es funktionierten nur die Schleichwege durch den Wald, aber das geht ja nun wirklich nicht“, so Lysk. Gründe waren der Baufortschritt und fehlenden Informationen des Baubetriebes, die zu dem Dilemma geführt hatten. Dieser hätte vor den neuen Absperrungen die Anwohner mit Infozetteln versorgen sollen. „Das ist leider nicht passiert, wurde dann aber nachgeholt“, so Mario Brendel, Niederlassungsleiter der Strabag.

Was war passiert? Der Baufortschritt sorgte für drei gesperrte Straßen. Der neue Kreisverkehr an der Zufahrt zur Grenzbrücke ist fertiggestellt. Über ihn rollt der Verkehr nach und aus Polen. Allerdings geht es dann nur in Richtung Sagar weiter. Der „Zweig“ nach Weißkeißel ist gesperrt. Beim Kreisverkehr am Ortseingang Weißkeißel auf der B 115 ist derweil die Verbindung nach Polen (Grenzzubringer erster Abschnitt) und damit auch nach Kaupen gesperrt. Gleiches trifft für die Kaupener Straße in der Ortslage Weißkeißel zu. Sie ist Sackgasse, weil an ihrem Ende eine neue Brücke über den Floßgraben vorbereitet wird.

Mittlerweile ist geklärt, dass die Anwohner von Kaupen den Baustellenbereich vorsichtig queren können, um auf ihre Grundstücke zu kommen. Alle anderen müssen sich in Geduld üben. Die Sperrung ab dem Kreisverkehr B 115 wird bis Mai 2019 andauern. So sieht es die verkehrsrechtliche Anordnung des Landkreises vor, die dem Baubetrieb vorliegt. So hat die Firma die notwendige Baufreiheit. Zum einen muss sie Teile der alten Straße zurückbauen. Parallel dazu wächst der neue Abschnitt. Laut Mario Brendel wird gerade der nächste Abschnitt für das Asphaltieren vorgesehen.

Die Staatsstraße wird insgesamt auf einer Länge von 2,2 Kilometern ausgebaut. Das kostet rund 4,4 Millionen Euro.

Ein Abschnitt der neuen Straße ist bereits geschottert.
Ein Abschnitt der neuen Straße ist bereits geschottert. FOTO: Joachim Rehle