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Kater von Bernd Kaiser aus Gablenz fällt Tierquäler zum Opfer

Bernd Kaiser mit einem Bild seines geliebten Katers, der an Bleivergiftung starb. Foto: Ingolf Tschätsch/igt1
Bernd Kaiser mit einem Bild seines geliebten Katers, der an Bleivergiftung starb. Foto: Ingolf Tschätsch/igt1 FOTO: Ingolf Tschätsch/igt1
Gablenz. Bernd Kaiser ist immer noch erschüttert, wenn er von seiner „Miezi“ und ihrem traurigen Schicksal spricht. Sein Kater ist Tierquälern zum Opfer gefallen. Ingolf Tschätsch/igt1

Unbekannte hatten mit einem Luftgewehr Diabolo-Kugeln auf "Miezi" geschossen.

Der Tod seines Tieres geht Bernd Kaiser ziemlich nahe. Dabei haut den großen, kräftigen Mann - Pferdehalter im Dorf - sonst nichts so schnell um. Er fragt sich immer wieder, was in solch einem Menschen vor sich gehen mag, der vielleicht aus Langeweile einfach mal so auf eine Katze schießt und damit furchtbare Qualen des Tieres und ihren Tod in Kauf nimmt. Dabei hatte "Miezi" niemanden etwas zu Leide getan, der kastrierte grau-gestromte Hauskater war kein Streuner und hielt sich immer auf dem Grundstück oder in der unmittelbaren Nachbarschaft auf. Dort kannte man ihn, wusste, dass er zu den Kaisers gehört.

Als Katzenbaby hatten sie ihn vor etwa fünf Jahren auf dem Heuboden gefunden, ihm den Namen "Miezi" gegeben, obwohl er ein Kater war, und ihn aufgezogen. "Er war ein ganz lieber Kerl", sagt Bernd Kaiser.

Immer sei das Tier von seinen Streifzügen nach Hause zurückgekehrt, erinnert sich der Gablenzer. "Kürzlich jedoch blieb ,Miezi‘ verschwunden, was ungewöhnlich war. Über mehrere Tage war sie wie vom Erdboden verschluckt", erinnert sich Kaiser und erzählt dann stockend weiter: "Dann meldete sich mein Nachbar Norbert Waldbach. Er hatte die Katze in einem Strauch auf seinem Grundstück gefunden. Sie war total abgemagert und völlig verstört."

Kaisers versuchten, das Tier wieder aufzupäppeln. Leider ohne Erfolg. "Der Kater hat nicht mehr gefressen und war auch in seinem Wesen verändert. Irgendetwas musste mit ihm nicht stimmen. Deshalb sind wir dann mit ,Miezi‘ zu meinem Tierarzt", so der 66-Jährige. Nach eingehenden Untersuchungen sei festgestellt worden, dass das Tier eine schwere Bleivergiftung hat, hervorgerufen durch Diabolo-Kugeln im Körper. Mit anderen Worten: Auf "Miezi" war mit einem Luftgewehr geschossen worden.

"Kein Einzelfall, wie uns der Tierarzt aus seiner Erfahrung bestätigte. Katzen werden offensichtlich immer häufiger Opfer solcher unbegreiflichen Handlungen", erklärt Bernd Kaiser und schüttelt den Kopf. "Wir konnten ,Miezi‘ nicht mehr helfen, er musste eingeschläfert werden", sagt er nach einer Weile leise. "Ich möchte andere Besitzer davor warnen, dass es ihren Tieren ähnlich wie unserem Kater ergehen kann. Halten wir Augen und Ohren offen, um solchen grausamen Mitmenschen das Handwerk zu legen", sagt Bernd Kaiser zum Schluss.