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Kamenzer Entsorger ist verkauft

Die Entsorgungsgesellschaft Kamenz firmiert ab sofort als Standort der Neru GmbH & Co.KG.
Die Entsorgungsgesellschaft Kamenz firmiert ab sofort als Standort der Neru GmbH & Co.KG. FOTO: Menschner/ume1
Kamenz. Die Ungewissheit um die Zukunft der Entsorgungsgesellschaft Kamenz GmbH (ESK) ist beendet: Die in Niederau bei Meißen ansässige Neru GmbH & Co. KG, eine Tochterfirma des europaweit agierenden Entsorgungsunternehmens Nehlsen, hat zum 1. Februar den Geschäftsbetrieb übernommen. Von Uwe Menschner

“Dadurch entsteht der sechste Standort unserer Gruppe in Sachsen„, erklärt Nehlsen-Pressesprecher Michael Drost. Nach seinen Angaben werden die 14 Mitarbeiter der ESK von Neru weiter beschäftigt, der Geschäftsbetrieb soll ohne gravierende Änderungen weiter laufen. “Die Entscheidung, wann und wie viel wir investieren, treffen wir nach einer sorgfältigen Prüfung„, sagt Drost. Perspektivisch sollen der Standort vergrößert und sämtliche Dienstleistungen der Nehlsen-Gruppe in Kamenz angeboten werden.

Die Neru GmbH & Co. KG war bereits vor der Übernahme als Entsorger im Auftrag des Landkreises Bautzen tätig. Am 26. Februar 2009 hatte die ESK Insolvenz beantragen müssen, am 1. Mai 2009 eröffnete das Amtsgericht Dresden das entsprechende Verfahren.

“Im Jahre 2010 arbeitete das Unternehmen nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen durchgängig profitabel„, sagt Insolvenzverwalter Christian Heintze von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff. Unter fünf Kaufinteressenten habe man der Neru GmbH & Co. KG den Zuschlag erteilen können.

Die Entsorgungsgesellschaft Kamenz war im Jahr 1991 von dem Unternehmer Wolfgang Hinkel aus der Kamenzer Partnerstadt Alzey gegründet und als mittelständischer Betrieb mit zeitweise bis zu 25 Mitarbeitern geführt worden.