| 16:13 Uhr

Bauvorhaben
Kälte kann Bau nicht stoppen

Mitarbeiter der Betonbaufirma Koalick aus Drebkau verfüllen die vormontierten Verschalungen mit der zähen Betonmasse. Enrico Lange steuert den Kran.
Mitarbeiter der Betonbaufirma Koalick aus Drebkau verfüllen die vormontierten Verschalungen mit der zähen Betonmasse. Enrico Lange steuert den Kran. FOTO: Joachim Rehle
Schleife. Der neue Schulkomplex in Schleife macht sichtbare Fortschritte. Rat vergibt Millionenaufträge. Von Gabi Nitsche

Die klirrende Kälte scheint den Bauleuten nichts auszumachen. Sie klotzen ran, dick eingemummelt. Die Fortschritte, die der deutsch-sorbische Schulkomplex macht, der am Ortsrand von Schleife entsteht, sind nicht zu übersehen. In der Ratssitzung Anfang des Monats hatte Bauamtsleiter Steffen Seidlich informiert, dass der Zeitplan eng gestrickt sei. Man sei froh, dass lediglich für eine Woche mal einige geplante Arbeiten unterbrochen werden mussten wegen der zweistelligen Minusgrade. Gleichwohl lobte er die gute Absprache zwischen den Gewerken.

Das und das gute Vorankommen bekamen Steffen Seidlich und Annett Dreißig, die Projektverantwortliche bei der Gemeindeverwaltung Schleife, am Mittwoch beim Rapport vor Ort wieder einmal bestätigt, berichten diese.

Die Wände für das Obergeschoss der Grundschule, das ist der Bauteil 1, sind zur Hälfte gestellt. Die Decke wird zurzeit eingeschalt und in zwei Abschnitten betoniert. Dafür ist laut Annett Dreißig die 15. Kalenderwoche vorgesehen. Bereits fertig betoniert sind die Wände vom Erdgeschoss von der künftigen Oberschule. Das ist der Bauteil 2. Hier soll die Decke darüber ab nächster Woche eingeschalt, die Bewehrung eingebaut und anschließend betoniert werden, erklärt die Fachfrau.

Der dritte Baubereich ist die neue Sporthalle. Auch hier geht es gut voran. „Hier und bei der Oberschule sind die Bauleute schon weiter, als es der Bauablaufplan vorsieht“, so Annett Dreißig. Die beauftragten Firmen wie die für den Rohbau zuständige SLB Bautzen sind auf Zack, so die anerkennenden Worte. So sind die Wände für den künftigen Sanitärbereich der Sporthalle bereits realisiert und auch die Wand zur Halle selbst ist eingeschalt.

Zwischen künftiger Grund- und Oberschule hat die Firma Nadebor aus Krauschwitz eine riesige Baugrube ausgehoben für eine Rigole zur Regenentwässerung.

Alles in allem, berichtet Annett Dreißig, stehen die nächsten Gewerke schon in den Startlöchern, nachdem die Details bei Bauanlaufberatungen besprochen wurden. Beispiele sind Gerüstbau, der Einbau von Fenstern, Klinkerarbeiten, Dach und Fassade. Das alles gehöre zum Lospaket 3. In der nächsten Woche folgen die Gespräche zum Lospaket 4 mit Heizung, Sanitär, Lüftung, Klima, Strom und Gebäudeautomation. Der Gemeinderat hatte diese Aufträge im Gesamtumfang von etwa 3,9 Millionen Euro vor zwei Wochen vergeben an Firmen wie GTS Boxberg und Unternehmen aus Pößneck sowie Dresden.

Am Montag werden der Gemeindeverwaltung alle wichtigen Details für die Sportfrei- und Außenanlagen vorgestellt.

Der neue Schulkomplex für insgesamt rund 24 Millionen Euro soll zum Schuljahresbeginn 2019 bezugsfertig sein.