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Jungs wollen Kfz-Mechatroniker werden, Mädchen Verkäuferin

Bautzen/Görlitz. 1350 Mädchen und 1621 Jungen haben sich in der Zeit von Oktober bis März als Bewerber für eine Azubi-Stelle bei der Agentur für Arbeit Bautzen sowie den Jobcentern der Landkreise Bautzen und Görlitz gemeldet. Das sind 200 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. red/dh

1750 von ihnen beenden in diesem Jahr die Schule. Die anderen haben das bereits in den Vorjahren getan. 5,6 Prozent von ihnen verfügen über keinen Schulabschluss. Das geht aus der Halbjahresbilanz des Berufsberatungsjahres 2014/2015 hervor, über die die Arbeitsagentur jetzt informiert hat. 2157 Jugendliche seien Ende März noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative gewesen.

Demgegenüber "hat die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen erneut zugenommen", so Thomas Berndt, Vorsitzender der Geschäftsführung der in Bautzen ansässigen Behörde. Regionale Unternehmen würden ihre freien Plätze frühzeitig der Agentur mitteilen. Diese habe bis Ende März 2092 betriebliche Ausbildungsstellen bei Firmen in der Region akquiriert - 157 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die meisten Angebote habe es bisher in folgenden Berufen gegeben: Zerspanungsmechaniker, Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer, Mechatroniker, Koch und Elektriker Energie- und Gebäudetechnik, gefolgt von Industriemechaniker, Fachverkäufer Lebensmittelhandwerk - Fleischerei, Konstruktionsmechaniker sowie Maschinen- und Anlagenführer.

Die Berufswünsche der jungen Leute sehen jedoch etwas anders aus. So stehen den 70 von Unternehmen angebotenen Mechatroniker-Lehrstellen 122 Interessenten gegenüber.

Laut Arbeitsagentur sind die Wünsche und Vorstellungen der Jungen und Mädchen nach wie vor geschlechterspezifisch geprägt. Bei den Jungen seien die am meisten nachgefragten Ausbildungsberufe Kfz-Mechatroniker (Pkw-Technik), Verkäufer, Kaufmann im Einzelhandel, Konstruktionsmechaniker, Mechatroniker, Tischler, Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung), Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker und Fachlagerist.

Von den Mädchen, die sich bis Ende März gemeldet hatten, würden allein 194 Verkäuferin werden wollen - 78 freie betriebliche Ausbildungsstellen waren für diesen Beruf zu diesem Zeitpunkt im Angebot. In der Rangfolge der Mädchen-Wünsche geht es weiter mit Kauffrau im Einzelhandel sowie im Büromanagement, Medizinische Fachangestellte, Verwaltungsfachangestellte (Kommunalverwaltung), Friseurin, Sozialversicherungsfachangestellte (allgemeine Krankenversicherung), Industriekauffrau, Bankkauffrau und Hotelfachfrau.

Schulabgängern, die noch eine Ausbildungsstelle suchen oder sich über berufliche Alternativen nach der Schule informieren möchten, empfiehlt Thomas Berndt umgehend einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren. Dafür kann die kostenfreie Servicenummer der Agentur für Arbeit Bautzen (0800 4555500) genutzt werden.

Unternehmen, die noch über freie Ausbildungsstellen verfügen, können diese telefonisch bei ihrem persönlichen Ansprechpartner der Arbeitsagentur oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 455520 melden.