Juni könnten die 13 Kunststelen am Überleiter im neuen Glanz erstrahlen.

Spuren im Schnee zeigen am Barbarakanal deutlich: Kunstliebhaber erobern das Lausitzer Seenland auch im Winter. Am Aussichtspunkt befindet sich ein Kunstprojekt von Schülern des Hoyerswerdaer Leon-Foucault-Gymnasiums.

13 Stelen verkörpern alles, was das Lausitzer Seenland lebens- und liebenswert macht: die reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt, Sport und Spiel sowie Sinnlichkeit. Allerdings sind die Objekte, die im Rahmen einer Projektwoche der elften Klassen entstanden, schon in die Jahre gekommen. Seit dem Sommer 2010 trotzen sie Wind und Wetter. "Inzwischen haben sich die Metallbefestigungen im Holz gelockert", erklärt Kunstlehrerin Ines Lenke, und ergänzt: "Darüber hinaus muss ein neuer Farbanstrich her."

Damalige Elftklässler haben sich bereiterklärt, wieder Hand anzulegen. Allerdings ist dafür auch ein wenig Kleingeld erforderlich. "Ende vergangenen Jahres habe ich während einer Familienfeier bereits gesammelt", sagt Lenke. 400 Euro sind das Ergebnis.

Für Schulleiter Uwe Blazejczyk bedeutet das Kunstprojekt am Barbarakanal ein Geschenk an das Lausitzer Seenland. "Wir bringen die Kunst nach draußen zu den Leuten, die sich dafür interessieren."

Seine Gymnasiasten würden noch viel mehr machen. Aber der behördliche Aufwand sei hoch, und es bestehe immer die Sorge vor Vandalen.

Blazejczyk trägt sich mit dem Gedanken, mehrere Holzskulpturen, die sich derzeit auf dem Schulgelände befinden, ebenfalls im Seenland auszustellen. "Sie präsentieren die Verbindung zwischen Holz und Mensch." Seine Idee ist, die Skulpturen am Koschenkanal zu platzieren. "Das ist ein spektakulärer Standort. Nicht nur durch die vielen Touristen, sondern ebenso aufgrund der technischen Meisterbauwerke, die dort entstanden sind."

Zunächst soll es Gespräche mit der Bergbausaniererin Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) geben.

Im besten Fall könnten die Skulpturen die Besucher bereits zur Einweihung des Koschenkanals am 1. Juni grüßen.