Er will nicht nur Deutsch lernen, sondern auch viel über den Automobilbau wissen. Beide sind auf Einladung des Rotary Clubs zusammen mit 24 Jugendlichen zu Gast in Weißwasser und in Gablenz. "Die Jugendlichen kommen aus Australien, Mexiko, Argentinien oder den USA", beschreibt Steffen Noack, der für den Rotary Club die Unterbringung der Austauschschüler organisiert, die internationale Zusammenkunft in Gablenz.

Alle sechs Wochen, so erläutert Steffen Noack aus Weißwasser, treffen sich die Jugendlichen des Rotary-Distrikts 1880 in Deutschland, der von Weißwasser bis in den Süden nach Nürnberg reicht. "Und heute sind wir in Weißwasser und werden am Abend gemeinsam in Gablenz bowlen", beschreibt Noack das Vorhaben. Er verteilt in diesem Schuljahr die ausländischen 16 bis 18-jährigen Schüler im Distrikt, während gleichzeitig die deutschen Jugendlichen die zehnte Klasse in anderen Ländern besuchen. "Im kommenden Schuljahr gehen drei Weißwasseraner ins Ausland", erzählt Steffen Noack. Wer Interesse an einem solchen Austauschprogramm hat, könne sich an ihn wenden.

Unterdessen sitzen die Jugendlichen im Freizeitcenter in Gablenz und tauschen ihre Erfahrungen beim Abendbrot aus. "Es gefällt mir sehr gut in Deutschland", fasst Carolina ihre Eindrücke aus Leipzig zusammen. Dort besucht sie ein Gymnasium. Zwar seien viele Deutsche im Alltag ein wenig verschlossen, jedoch gebe sich das schnell wieder, wenn man sich besser kennt. Auch die Debatte um Flüchtlinge in Deutschland haben die Austauschschüler mitbekommen. "Ich denke, es ist gut, dass Deutschland so viele Flüchtlinge aufnimmt", sagt Carolina. Allerdings denke sie, dass es auch wichtig sei, zu wissen, wer alles ins Land komme.

Alle 24 Jugendlichen haben noch bis zum Sommer Zeit, Deutschland und die Sprache kennenzulernen. "Dann beginnt ein neues Austauschprogramm", beschreibt Koordinator Steffen Noack.