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Kommunales
Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an

Rietschen. ArTour Rietschen übernimmt Siedlungsmanagement für den Erlichthof

Was sich nach der Klausurtagung zum Thema Erlichthof angedeutet hat, wird nun in die Tat umgesetzt: Die Rietschener Tochterfirma ArTour GmbH wird ab dem 1. April 2019 das Management für die Schrotholzhaussiedlung übernehmen. Das hat der Gemeinderat am Montag einstimmig und ohne große Debatte beschlossen.

Bislang hatte diese Aufgabe der Landschaftspflegeverband Lausitz übernommen. Dessen Geschäftsführerin Marion Girth freut sich, dass die Abstimmung so ausgegangen ist.  „Jetzt fängt die Arbeit aber erst richtig an“, so Marion Girth, deren Namen seit über 20 Jahren mit der Erlichthofsiedlung in Verbindung gebracht wird. Denn es sind 1000 Dinge und noch mehr, die einer möglichen Nachfolgerin, einem Nachfolger mit auf den Weg gegeben werden müssen.

Dass es einer gewissen Zeit der Einarbeitung bedarf, soll auch mit dem jetzt anzugehenden Modell Rechnung getragen werden. So wird für die Übergangszeit angestrebt, dass eine Person ab 2018 in den bisherigen Aufgabenbereich der Tourismusinformation eingearbeitet wird. Die Stelle ist nach dem Anforderungsprofil, welches die Pojektgruppe Erlichthof erarbeiten wird, auszuschreiben. Die Auswahl erfolgt unter Beteiligung dieser Gruppe. Allerdings habe, so Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) am Montagabend, dann der Gemeinderat das letzte Wort. Eine befristete Einstellung, um zu schauen, ob man den richtigen Kandidaten gefunden habe, sei auch nur über diesen Weg möglich. Eine private Vergabe des Aufgabenspektrums – die als mögliche Variante auch im Raum stand – schlösse sich damit aus, wurde unterstrichen.

Wichtig sei in diesem Zusammenhang, die Entwicklung im Erlichthof sozusagen auf den Prüfstand zu stellen, um das Areal auch zukunftssicher zu machen. „Schließlich unterliege jede Geschichte ihrem Verschleiß, auch wenn es nur moralischer Verschleiß ist“, so der Bürgermeister. Wobei er ausdrücklich lobt, dass der Erlichthof als touristische Destination „richtig gut eingeführt ist.“ Das fange bei den Kabarett-Abenden an und höre bei den Großveranstaltungen auf. „Vieles ist dort richtig gemacht worden“, so Brehmer. Nicht umsonst ziehe das Ensemble immer  viele Leute an.

Gemeinderat Tilmann Havenstein (CDU) regte an, das Gespräch mit der Entwicklungsgesellschaft des Landkreises zu führen. Brehmer erklärte, es seien schon viele Gespräche mit der Touristischen Gebietsgemeinschaft Neißeland gelaufen. Dort ist Rietschen auch Mitglied. Die neue Trägerstruktur wird notwendig, weil das Thema Generationswechsel nicht vor dem Erlichthof Halt macht. Das Team um Marion Girth geht in Rente.

Im Rahmen des Natur- und Fischerfestes 1997 wurde die Erlichthofsiedlung offiziell eröffnet. Sie hat dieses Jahr 20 Jahre gefeiert.