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Jeder kann und jeder darf einmal

Die Informationshoheit gehört längst nicht mehr nur den klassischen Medien. Gerade im Internetzeitalter – und vor allem innerhalb von sozialen Netzwerken – entsteht seit einiger Zeit der Eindruck, jeder kann und jeder darf mal auf dem Balkon stehen und irgendetwas in die Welt hinausbrüllen.

Gut, dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Gerade am heutigen Tag der Informationsfreiheit (der wird weltweit am 16. März begangen). Was aber, wenn verbreitete Informationen nicht stimmen oder nur eine Seite der Medaille gezeigt wird? Nach dem Motto: Jeder eine halbe Information, dann sind alle halb-informiert. Dabei könnte viel Wissen manchmal viel helfen. Und dem Vorwurf vom "Halbwissen" - wie neulich in einer Weißwasseraner Facebook-Gruppe - ist entgegenzuhalten, dass es ja kein "Ganzwissen" gibt. Manchmal kann man einfach nichts machen. Außer weiter. Weiter Halbwahrheiten entgegenzutreten. Da sind dann wohl alle gefragt.