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| 02:49 Uhr

"Jeder kann mutig für Menschenwürde eintreten"

Knut Olbrich gedachte neben anderen Weißwasseranern am Mittwoch den Opfern der NS-Diktatur und legte einen Kranz nieder.
Knut Olbrich gedachte neben anderen Weißwasseranern am Mittwoch den Opfern der NS-Diktatur und legte einen Kranz nieder. FOTO: ckx
Weißwasser. Gut 25 Weißwasseraner haben sich am gestrigen Mittwoch am Mahnmal für die Opfer des Faschismus an der Muskauer Straße in Weißwasser versammelt, um den Opfern der NS-Diktatur zu gedenken. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) mahnte, dass eine lebendige Erinnerung und eine aktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dafür Sorge tragen müsse, dass sich die Geschichte niemals wieder ereignet. Christian Köhler

Vor 71 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das NS-Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit, indem unter den Nationalsozialisten bis zu 1,5 Millionen Menschen ermordet wurden.

Unter den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung in Weißwasser war auch Heinz Ebert. "Den Kampf gegen den Nationalsozialismus habe ich mein ganzes Leben geführt", sagte er. Mit Blick auf die heutige Zeit treibe das Mitglied der Linken die Sorge um, dass sich erneut Fremdenhass und Angst ausbreiten. Darauf machte in seiner kurzen Rede auch Ernst Opitz von der evangelischen Kirchengemeinde aufmerksam. "Viele Bürger engagieren sich ehrenamtlich für Flüchtlinge", sagte er. Das sei ebenso eine Lebenswirklichkeit wie das Misstrauen gegenüber Fremden. "Was aber können wir tun", fragte Opitz und antwortete: "Jeder kann mutig für Menschenwürde eintreten". Er wünsche sich, dass es den Menschen gelingt, in einem friedlichen Miteinander zu leben.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird von der Stadtverwaltung und der evangelischen Kirchengemeinde in Weißwasser organisiert.