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| 17:32 Uhr

Jubiläum
Jede Menge Überraschungen zum 70.

Reichwalde. Die Kita in Reichwalde ist für viele eine Herzensangelegenheit. Kobolde zeigen ein tolles Programm. Von Regina Weiß

Wenn Bärbel Kramer die Worte fehlen, das soll schon was heißen. In dieser Woche ist das nicht nur einmal passiert. Zum Beispiel, als am Montag eine besondere „Wimpelkette“ im Hof der Kita Kobolde gespannt wurde. 270 Handabdrücke erzählen quasi die Geschichte der Kita beziehungsweise der Kinder, die sich gern an ihre Kita-Zeit erinnern. Ohne dass die Kita-Chefin einen blassen Schimmer hatte, gab es eine Hauspostwurfsendung im Dorf und dann lief alles wie geschmiert. „Dass so was in Reichwalde geheim bleiben kann“, wundert sich Bärbel Kramer noch am Mittwoch am Tag der offenen Tür und gibt zu, dass sie die Handabdrücke emotional sehr berührt haben.

Die Kobolde laden zum Tag der offenen Tür ein und die Gäste lassen sich nicht lange bitten. Schließlich wird die Kita nur einmal 70. Hinzu kommt, dass es auch schon wieder 30 Jahre her sind, dass die Einrichtung vom Schloss in ihr jetziges Domizil an der Jahnstraße ziehen konnte. Das hat seitdem so manche Sanierung erfahren und bietet beste Bedingungen für 30 Kinder.

25 Mädchen und Jungen werden dort derzeit von vier Erzieherinnen und einer „guten Fee“ für die Hauswirtschaft betreut. Das Team halte fest zusammen und hat sich schon längere Zeit immer mal wieder mit den Vorbereitungen fürs Jubiläum beschäftigt. Aus Anlass des Geburtstages feiert man fast das ganze Jahr mit mehreren Höhepunkten. Der Familien-Oma-Opa-Tag Anfang Mai kam bestens an. Am Kindertag haben sich die Reichwalder Kobolde ihre „Kollegen“ aus Boxberg und Uhyst eingeladen. Die Klittener folgen später.

Hinzu kommt nun auch eine Ausfahrt mit dem Bus ins Wildgehege. Den entsprechenden Gutschein überreicht Martin Jackisch, Vorsitzender vom Dorfklub. Weiterhin gibt es ein großes Sonnensegel für den Außenbereich. „Macht die nächsten 70 Jahre weiter so. Hier kommt alles von Herzen“, gratuliert der Dorfklubchef und spricht damit sicherlich für alle Gäste. Auch er und sein Bruder haben nur die besten Erinnerungen an ihre Kitazeit. „Hier habe ich als Kind auch beim Aufbau mitgeholfen“, erinnert er sich.

Wie viele Einrichtungen in der Region hat die Entwicklung auch in Reichwalde mit einem Erntekindergarten angefangen. Der Neubau in der Jahnstraße war erst nur für die Krippe vorgesehen. Kurz nach der Wende zogen dann auch die Mädchen und Jungen aus dem Schloss mit ein. An die alten Zeiten erinnerten beim Tag der offenen Tür eine Spielzeugausstellung und eine Fotoschau. Jungs in Rotkäppchen-Kostümen, die Suche nach dem Kartoffelkönig, eine lustige Seefahrt, Auftritte bei der Mini-Playback-Show beim Dorffest sowie zahlreiche Gruppenfotos stoßen auf großes Interesse. Viele Besucher finden sich selbst wieder und erzählen Geschichten.

Vorher konnten die Gäste bereits dem Programm der Kobolde lauschen. Sie sind selbstbewusst, sie sind aus gutem Holz gemacht und wollen ihren Vorgängern nacheifern, heißt es da beispielsweise. „Aus Euch ist ja auch was Ordentliches geworden“, rufen die Jungs ins Mikro.

Doreen Krautschick gehört auch zu denen, die einst in die Kita gegangen sind. Jetzt sind ihre Töchter, die zweijährige Emma und die vierjährige Laura, selbst Kobolde. „Eine andere Kita kam gar nicht infrage“, so Doreen Krautschick gegenüber der RUNDSCHAU. Sie sorgt im Namen des Elternrates für eine weitere Überraschung. Sie übergibt ans Team einen Gutschein für eine Bustour, wo es sich die Frauen mal so richtig gut gehen lassen sollen. „So was gibt es eben nur in Reichwalde“, freut sich Bärbel Krämer riesig.