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| 11:14 Uhr

Baby der Woche
Irritationen wegen eines Namens

Theresa Jung und Bert Nitsche aus Weißwasser mit Tochter Maria (9) und Baby Freya Nitsche.
Theresa Jung und Bert Nitsche aus Weißwasser mit Tochter Maria (9) und Baby Freya Nitsche. FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Theresa Jung und Bert Nitsche haben ihre Freunde ein wenig verschaukelt. Das Baby der Weißwasseraner heißt natürlich nicht Berta Theres. Von Martina Arlt

Theresa Jung und Bert Nitsche haben sich einen Spaß daraus gemacht, Freunde und Bekannte in die Irre zu führen, was die Namenswahl für  ihr Baby betraf. „Es waren ja alle schon neugierig, wie wir unser Kind nennen werden. So verbreiteten wir die Nachricht, es wird Berta Theres heißen“, erzählt Bert Nitsche. „Als das Kind geboren war, bekräftigten wir sozusagen diesen Vornamen. Dann gab es schon etwas verwunderte Anrufe, wie wir das Mädchen denn so nennen können. Doch nun gibt es nach und nach für alle die Auflösung: Unsere Tochter heißt Freya, ein nordischer Name“, so Bert Nitsche, der ebenfalls einen nordischen Vornamen hat.

Alle sind glücklich, dass das kleine Mädchen mit neun Tagen Verspätung am 28. Februar um 12.24 Uhr mit einem Gewicht von 3915 Gramm und einer Größe von 54 Zentimetern im Kreiskrankenhaus Weißwasser das Licht der Welt erblickte. Für Bert Nitsche ein besonderer Moment, als Baby Freya zur Welt kam. Die große Schwester Maria (9) kann es kaum erwarten, dass ihre Mutter mit Freya zu Hause eintrifft. „Gern werde ich auch Windeln wechseln von Freya. Später bin ich ihr gern bei den Hausaufgaben behilflich“, sagt Maria. In diesen Tagen ist Bert mit Maria täglich bei seiner Familie im Krankenhaus zu finden.

Die Eltern Theresa Jung (30, Projektingenieurin) aus Weißwasser und Bert Nitsche (43, Kfz-Meister) kannten sich schon mehr als zehn Jahre. Ein Paar sind sie aber erst seit drei Jahren. Es gab zu Pfingsten immer mit mehreren Familien sozusagen ein Pfingsttreffen. Das war der Anlass, dass Theresa und Bert zusammenfanden. In der großen Patchworkfamilie freuen sich nun alle über die Ankunft von Freya und warten schon sehr, als Kindermädchen einspringen zu können.

Nach einem besonderen Partnerschaftsbonus-Elternzeitmodell werden Theresa und Bert die Babyzeit mit verkürzten Arbeitszeiten meistern. Denn die Familie möchte die Zeit mit Baby Freya gern gemeinsam genießen. Auf jeden Fall besucht Freya dann die Kita „Sonnenschein“ in Weißwasser, wo sie bereits auf der Anmeldeliste steht. Dann wird wohl Bert Nitsche auf seinem Arbeitsweg täglich seine kleine Freya auf dem Fahrrad „im Gepäck“ haben und das Töchterchen in die Kita bringen.

Die Familie wohnt in Weißwasser in einer Drei-Raum-Wohnung, die von Bert Nitsche mit seinem handwerklichen Geschick mit Möbeln ausgestattet wurde. Später teilt Maria mit ihrer Schwester Freya das Kinderzimmer.

Auch Großvater Werner Nitsche hatte eine sehr kreative Idee. Es wurde für Theresa eine Stilllampe aus einer getrockneten Riesenzucchini gebaut, die er selbst züchtete. Gern verbringt die vierköpfige Familie ihre gemeinsame Zeit im Freien, in der Natur. Ob wandern, Fahrrad fahren, klettern, inlinern oder Ski fahren – sie sind immer aktiv. Theresa Jung gehört seit fast zehn Jahren dem Elferrat in Bad Muskau an, tanzte mit, trainierte oder nähte auch Kostüme. „Vielleicht wird Freya auch eine kleine Funke, das würde uns freuen“, sagt Vater Bert Nitsche, der für jeden Spaß auch beim Karneval zu haben ist.

Viele Babysachen bekamen Theresa Jung und Bert Nitsche für das Baby geschenkt. Er freut sich auf jeden Fall  auf seinen „Weiberhaushalt“ daheim.