In Rietschen gibt es zwei Großprojekte: Die Sanierung des Kinos und der Anbau der Kita „Kleine Strolche“. Bei letzterem hatte die Gemeinde schon einmal einen Nachschlag zahlen müssen, weil im Landkreis Görlitz eine zweite Kita ebenfalls mit Mitteln aus dem gleichen Fördertopf saniert werden soll. Folglich stieg noch vor dem eigentlichen Baustart der Eigenanteil der Gemeinde. Im Haushalt sind Kosten von 1,85 Millionen Euro für den Anbau eingeplant. Rund 670 000 Euro sollten aus der Gemeindekasse in den Anbau fließen.
Nun aber haben sich die Kosten um 120 000 Euro erhöht, wie Tom Ludwig vom Bauamt gegenüber der Rundschau bestätigt. Die Mehrkosten ergeben sich beim Gewerk Heizung und Sanitär. Während ursprünglich vorgesehen war, lediglich neue Heizungen in den Anbau zu installieren, soll nun die gesamte Kita neue Heizungen bekommen.

Heizungsanlage in Rietschener soll erneuert werden

„Der Heizkreislauf ist ein und derselbe, die alte leicht in die Jahre gekommene Heizung schafft es nicht noch den neuen Gebäudeteil vernünftig zu bewirtschaften“, begründet Ludwig. Ebenso habe sich die Gemeindeverwaltung auch aus wirtschaftlichen Gründen dafür entschieden, keine zwei Kreisläufe mit höheren Folgekosten zu betreiben. „Ein gravierender Knackpunkt sind auch die Heizkörper im kompletten Altbestand“, sagt Tom Ludwig. Die Heizkörper seien bisher verkleidet worden, was der TÜV etwa bemängelt habe. Ebenso seien diese „definitiv nicht energiewirtschaftlich“ gut.
Der technische Ausschuss hat zudem die Vergabe für die Einbau von Fenstern und Türen vergeben. Das wirtschaftlichste Angebot hatte das Unternehmen Holzwerkstatt Kuchra GmbH aus Rietschen gegeben. Für 32 000 Euro beginnen sie nun mit den Einbau.