Von Regina Weiß

Der Uhyster Ortsvorsteher Frank Knobloch eignet sich auch bestens als Model. Diesen Beweis haben die Boxberger jüngst im Technischen Ausschuss angetreten, als es darum ging, die neue Einsatzbekleidung vorzuführen. Diese kann nun nach dem Beschluss des Gemeinderates bestellt werden.

Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte genau ein Angebot vorgelegen, so Hauptamtsleiter Arian Leffs. Dabei handelt es sich um eine Firma aus Lützen. Sie wird Einsatzhosen und –jacken sowie Handschuhe für 200 Kameraden der Gemeinde-Feuerwehren liefern. Im Vorfeld hatte eine Arbeitsgruppe, in der fast alle Ortswehren vertreten waren, sich mit der künftigen Einsatzkleidung intensiv beschäftigt.

Der Hersteller, so Leffs, werde für eine funktionstüchtige Bekleidung sorgen, die zudem rund drei Kilo leichter ist, als die bisher zum Einsatz kommende. Zudem fallen die Warnwesten weg. Kein Wunder, die neuen Sachen werden leuchtend Gelb sein und zudem Reflektoren tragen. Für jeden Kameraden wird die Kleidung maßgeschneidert. Sie wird zudem gechipt sein. So lassen sich die Waschgänge zählen und man weiß sofort, wann die Teile wieder imprägniert werden müssen.

Das lässt sich Boxberg auch einiges kosten. Insgesamt werden für den Auftrag 257 789 Euro fällig. Rund 103 000 Euro werden aus dem eigenen Haushalt getragen. 60 Prozent der Kosten werden durch eine Förderung des Landkreises getragen. Der wiederum Landesmittel verteilt.

„Es ist eine stolze Summe“, muss sich Bürgermeister Achim Junker (CDU) eingestehen. Doch er schiebt sofort hinterher, dass das Ganze auch eine Anerkennung für das Ehrenamt sei. Denn schließlich trete die Feuerwehr für den Schutz der Bevölkerung und anderer Werte ein. „Dabei bringen sie ihr Leben in Gefahr. Deshalb sollten sie so ausgestattet sein, dass sie möglichst unversehrt wieder nach Hause kommen“, so Gemeinderat Horst Jannack (Die Linke). Kein Wunder also, dass der Beschluss für die Einsatzbekleidung einstimmig gefasst worden ist.