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| 02:52 Uhr

Internationale Jugendarbeit bleibt Schwerpunkt

Beim deutsch-tunesischen Technikcamp 2016 bauten die Jugendlichen unter Anleitung von Siegmar Geyer Minicomputer.
Beim deutsch-tunesischen Technikcamp 2016 bauten die Jugendlichen unter Anleitung von Siegmar Geyer Minicomputer. FOTO: ckx
Weißwasser. Die Station Junger Naturforscher und Techniker in Weißwasser bleibt bis 2020 Träger der internationalen Jugendarbeit im Norden des Landkreises Görlitz. Wie Leiter Bernd Frommelt erklärt, hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises dem zugestimmt. Christian Köhler

Bernd Frommelt, Leiter der Station Junger Naturforscher und Techniker in Weißwasser, ist ganz zufrieden mit dem Jahr 2016. "Wir hatten rund 1500 Teilnehmer an unseren Angeboten", sagt er. Allerdings liege der Schwerpunkt neben AG's, Camps, Ganztagesangeboten für Schul- und Ferienkinder im Jahr 2017 bei der internationalen Jugendarbeit. Nach der Insolvenz der Turmvilla Bad Muskau hat die Station diese im Norden des Landkreises Görlitz als Träger übernommen. Nach einem Beschluss des Jugendhilfeausschusses des Landkreises bleibt das auch mindestens bis 2020 so.

"Neben Markus Güttler arbeitet seit Oktober des vergangenen Jahres auch Claudia Müller bei uns in diesem Bereich", berichtet Stationsleiter Frommelt. Insgesamt habe sich die Einrichtung seit 2016 bemüht, bewährte Angebote der Turmvilla fortzuführen. "Allerdings werden wir künftig mehr bei uns im Hause internationale Angebote schaffen, während die deutsch-polnischen Begegnungsgruppen der Kita und der Grundschule aber weiterhin in Bad Muskau und Przewóz angesiedelt bleiben."

So sollen beispielsweise künftig das Kinderkino, die Malwerkstätten sowie die XXL-Disko für die Kids im Veranstaltungssaal am Prof.-Wagenfeld-Ring stattfinden und nicht mehr in der Turmvilla. Hotelmanager Sandro Reichel von der Turmvilla erklärt aber, in Sachen "polnischer Frühling" - einer traditionellen Kulturveranstaltungsreihe - stecke man noch in den Planungen mit der Station. "Die Chancen für den polnischen Frühling in Bad Muskau in diesem Jahr stehen ganz gut", sagt Reichel.

In der Station ist im internationalen Bereich 2016 auch Neues entstanden: Nachdem im vergangenen Jahr mit deutschen und tunesischen Jugendlichen ein Technikcamp in Weißwasser organisiert wurde, soll im Juli 2017 dieses auch für polnische Jugendliche offen stehen. Derzeit werden laut Stationsleiter 20 Einzelangebote vom Zirkus- bis zum Forschercamp vorbereitet. "Das bedeutet für uns einen großen bürokratischen Aufwand", erklärt Bernd Frommelt, "aber wir machen es gern, gerade wenn man sieht, dass die Angebote gut angenommen werden."

Im Jahr 2016 investierte die Station in die Barrierefreiheit der Einrichtung. Nun soll die Brandschutzanlage erneuert werden. "Wir haben dennoch das Fernziel, das Gebäude Stück für Stück neu zu bauen", so Bernd Frommelt.

2017 wird das Energieklassenzimmer an der Straße der Glasmacher in Weißwasser weitergeführt. "Wir haben einige Funktionsmodelle vom Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke (LJBW) bekommen", erklärt der Leiter. Diese sollen bei der Energiebildung für Jugendliche an Schulen eingebunden werden. Gleichzeitig arbeite man daran, das Klassenzimmer nicht nur als Info-Punkt der Hochschule Görlitz-Zittau zu nutzen, sondern Formate wie eine Kinder-Uni anzubieten.

Zwei Mal im Jahr 2017 lädt die Station zum Tag der offenen Tür: am 17. Juni zum "Tag der Technik", bei dem sich Vereine vorstellen, die der Station angehören oder mit ihr kooperieren, und zum Weltkindertag am 17. September.

Während der Schulferien werden auch in diesem Jahr zahlreiche Feriencamps angeboten. Informationen und Anmeldeformulare gibt es per Telefon 03576 290390 oder im Internet unter www.station-weisswasser.de .