ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:32 Uhr

Betreutes Wohnen
Großes Interesse am Betreuten Wohnen

Mathias Krause (li.), neuer Geschäftsführer des Familienunternehmens Kunze, Dennis Ewald (m.) sowie Teamleiter Richard Schulze bei der Einweihung des Betreuten Wohnens in Rietschen.
Mathias Krause (li.), neuer Geschäftsführer des Familienunternehmens Kunze, Dennis Ewald (m.) sowie Teamleiter Richard Schulze bei der Einweihung des Betreuten Wohnens in Rietschen. FOTO: Arlt Martina
Rietschen. Das Weißwasseraner Familienunternehmen Kunze investierte in Rietschen rund 1,5 Millionen Euro in den Neubau. Von Martina Arlt

„Mit so einem Besucheransturm für unser neues Haus ,Betreutes Wohnen´ in Rietschen haben wir nicht gerechnet. Es freut uns natürlich sehr, dass sich so viele Leute unser modernes Objekt näher anschauen möchten“, erklärt Mathias Krause, Geschäftsführer des Familienunternehmens Kunze aus Weißwasser. Er war es auch, der das rote breite Schleifenband am Eingang des Neubaus in feierlicher Form durchschnitten hatte.

Denn das Gelände in Rietschen, wo sich einst die alte Gastwirtschaft „Zur Eisenbahn“ befand, erstrahlt in einem ganz neuen Glanz. Um Baufreiheit zu schaffen, erfolgte 2017 der Abriss des alten Objektes. Im September 2017 fand bereits die Grundsteinlegung für dieses Projekt statt. Nur reine Baukosten für diesen Neubau wurden mehr als 1,5 Millionen Euro investiert. Es entstanden 25 Wohnungen mit jeweils eigenem Bad auf einer Fläche von 24 Quadratmetern je Wohnbereich, die sich in zwei Etagen befinden. Diese Wohneinheiten sind auf Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet. Vorrangig sind die Wohnungen jeweils für einen Bewohner angedacht. Sollte es doch auch ab und zu ein Ehepaar geben, dann wird eine Lösung gefunden. „In jeder Ebene gibt es einen Gemeinschaftsbereich für unsere Bewohner. So können sie sich gern an bestimmten Tätigkeiten und Beschäftigungen beteiligen, um gemeinsam den Tag zu verbringen. Wer das nicht möchte, kann sich natürlich in den eigenen Bereich zurückziehen“, berichtet Geschäftsführer Mathias Krause. Der Bedarf des Hauses sei aber gedeckt. Es gäbe mehr Anfragen als Plätze und man sei auf dem Weg zur 100-Prozent-Auslastung. Die Bewohner kommen aus dem großen Umfeld von Rietschen.

Insgesamt sind in Rietschen und der näheren Umgebung 20 Mitarbeiter des Familienunternehmens Kunze unterwegs. Zwei neue Mitarbeiter wurden derzeit eingestellt. Denn die Mitarbeiter aus dem Altbau des Unternehmens in Rietschen „siedeln ja ebenfalls ins neue Haus um“ beziehungsweise sind in der Altenpflege unterwegs.

„Doch gute dynamische Leute brauchen wir immer. Für unsere Mitarbeiter tun wir schon Vieles, was machbar ist. Dieses Gebäude ist nun unser jüngstes und modernstes Haus im Familienverbund“, betont Mathias Krause. Die „gute Nachbarschaft“ sei dabei dem Unternehmen zu den Rietschnern besonders wichtig. Die beiden jungen Teamleiter Richard Schulze und Dennis Ewald werden mit der gesamten Crew des Hauses für einen abwechslungsreichen Alltag sorgen. Denn sie kennen sich bestens in der Gesundheits- und Altenpflege aus und sind für alles offen. „Es ist sozusagen unsere zweite Familie. Aus meiner Tätigkeit in den letzten Jahren hier in der Region kennt man sich einfach. Gesellschaftsspiele, Zeitungen vorlesen, Kochen, Backen und selbst Salate zubereiten, das wird hier im neuen Haus auf jeden Fall dazugehören“, so Dennis Ewald, stellvertretender Teamleiter.

Jeder Bewohner des Hauses könne sein eigenes Leben führen, ist dennoch nicht allein. Denn den Leuten im Betreuten Wohnen soll weitgehend ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Bereits am Montag rollen die Umzugskisten der ersten Bewohner aus dem Altbau in Rietschen in den Neubau an. In den nächsten Monaten werden die Außenanlagen mit Parkcharakter und einem Terrassenbereich mit Grillecke gestaltet.

Mathias Krause war in den letzten Jahren als Pflegedirektor im Kreiskrankenhaus Weißwasser tätig. Am 1. September 2018 übernahm er nun die Geschäftsführung des Familienunternehmens Kunze. „Warum nicht, dachte ich mir. Es ist Zeit für eine Veränderung. Es ist sicher von großem Vorteil, wenn man Sachverstand im Bereich der Pflege schon mitbringt, das Handwerk gut macht. Unser Credo ist es, mit unserem Familienunternehmen zukunftsfähig zu bleiben.“ Mit dem Wirken in der Gemeinde sei man nun auch ein Teil von Rietschen, betont der neue Geschäftsführer zum Schluss.