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| 16:26 Uhr

Landkreis
Integration der Flüchtlinge wird fortgeführt

Weißkeißel. Die Asylbewerberunterkunft in Weißkeißel wird geschlossen. Die Entscheidung hat für Kritik im Kreistag Görlitz gesorgt.

Ein Großteil der Asylbewerber, die derzeit noch in der Gemeinschaftsunterkunft Weißkeißel untergebracht sind, wird nach Weißwasser ziehen. Das hat die Kreisverwaltung Weißwasser auf Nachfrage der RUNDSCHAU bestätigt.

Im jüngsten Kreistag in Görlitz hatte das Thema eine Rolle gespielt. Dort hatte Linken-Abgeordnete Heike Krahl im Namen der Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge betreuen, die Schließung der Gemeinschaftsunterkunft, die Ende Januar erfolgen soll, kritisiert. Schon in einem Brief an den Landrat Bernd Lange (CDU) und nun nochmals in der Bürgerfragestunde hatten sie ihrer Empörung Ausdruck verliehen und die Bedenken zu diesem Schritt geäußert, denn die  Entscheidung des Landrates betreffe menschliche Schicksale und die könne man nicht in Geld berechnen.

Nach Kreisangaben befanden sich Mitte Dezember noch 37 Personen in der Gemeinschaftsunterkunft, die im Februar 2016 eröffnet worden war. Künftig werden die Asylbewerber an mehreren Standorten im Landkreis Görlitz untergebracht. Ein Großteil davon erhält jedoch eine neue Unterkunft in Weißwasser, so die Kreisverwaltung. Eine Fortführung ihrer Integration ist selbstverständlich gewährleistet, sichert die Kreisverwaltung zu.

Im Kreis wird derzeit an einem Integrationskonzept gearbeitet. Eine Steuerungsgruppe aus Verwaltung, Politik und Initiativen wird die Maßgaben, Vorschläge und Ideen zum Thema Integration bündeln und zu einem Konzept weiterentwickeln, so die Kreisverwaltung.

(rw)