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Zukunft
Ins Fördermittelrennen gestartet

Bad Muskau. Bad Muskau versucht mit drei Projekten sein Glück. Zuschüsse sollen Bildung sowie Feuerwehrtechnik und Tourismus zugute kommen. Von Regina Weiß

Auch Touristen haben Wünsche an Bad Muskau. Ein Spielplatz gehört dazu. Das würden die Bad Muskauer Familien sicherlich sofort unterschreiben. Denn derzeit gibt es nur die öffentlich zugänglichen Spielgeräte auf dem Gehalm. Und die haben, gelinde gesagt, ihre besten Zeiten auch hinter sich.

Zeit also, dass eine Spielwelt in Bad Muskau entsteht. Thematisch soll sie sich an den Muskauer Faltenbogen anlehnen. Und auch einen Platz gibt es bereits, wo die Anlage entstehen soll, nämlich möglichst nah an der Grundschule. Soweit der Plan. Doch damit der in die Tat umgesetzt werden kann, gibt es noch einige Hürden zu meistern. Zu aller erst das Antragsverfahren im Kooperationsprogramm Interreg Polen-Sachsen 2014 bis 2020. Unter dem Motto, wer schreibt, der bleibt, sind 88 Seiten in Deutsch und in Polnisch auszufüllen. Im Dezember muss der Antrag abgegeben sein. Er steht unter dem Titel „In der Mitte fließt die Neiße“. Sie umfasst neben der Spielewelt Arbeiten an Wanderwegen und weitere Investitionen in die touristische Infrastruktur. Die Gesamtkosten belaufen sich für Bad Muskau auf rund 200 000 Euro. Als Partner ist Trzebiel (Triebel) und eventuell auch noch Jelenia Gora (Hirschberg) mit im Boot.

Nicht nur dem Antrag haben die Stadträte zugestimmt, sondern haben auch zwei weitere Projekte ins Fördermittelrennen geschickt. So geht es um die gegenseitige Hilfeleistung im Bereich Feuerwehrwesen. Hier sind neben der Parkstadt die Gemeinden Leknica (Lugknitz), Lubsko (Sommerfeld) und Gablenz sowie die Stadt Zary (Sorau) Partner. So geht es hierbei um Feuerwehrtechnik, Steigerung des Ausbildungs-Niveaus und Informationskampagnen für Kinder, wie man sich in Notsituationen verhält, sowie den Schutz und die Pflege der Umwelt. Die Gesamtkosten des Förderprojektes umfassen rund 1,9 Millionen Euro. Davon sollen laut Ratsbeschluss rund 420 000 Euro auf Bad Muskau entfallen.

„Cross-Border Champions League – Stärkung innovativer Bildungseinflüsse auf beiden Seiten der Lausitzer Neiße“ ist der lange Titel eines Projektes, das die deutsch-polnische Zusammenarbeit zwischen Kita, Hort und Schule in Bad Muskau und Leknica umfasst. Speziell geht es dabei um den Bereich Sprachen, hatte Hauptamtsleiter Dirk Eidtner erläutert. Dies soll möglichst bei gemeinsamen Begegnungen, beim Lernen, Sport und Spiel passieren. 118 000 Euro sind hier für Bad Muskau der Kostenumfang.

Die Förderung beträgt bei allen drei Anträgen 85 Prozent. Daumendrücken könnte helfen.