„Wachstum durch Innovation - Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren in der Oberlausitz ihr Potenzial“ . So ist die 7. Lausitzer Innovationsbörse am 8. November im Technologiebetreungs- und Gründerzentrum überschrieben. Veranstalter ist der Wirtschaftsförderverein Niederschlesien, Standort Niesky. 25 Unternehmen haben bisher ihre Teilnahme angekündigt, wie Dr. Klaus Herold, Geschäftsführer des gastgebenden TBGZ, auf Nachfrage der RUNDSCHAU informierte.

Hohe Erwartungshaltung
„Es können sich aber durchaus noch weitere Firmen melden. Wir freuen uns über jeden Betrieb, der sich in Niesky präsentieren will. Nur sollte er schon etwas mit dem Grundgedanken der Veranstaltung zu tun haben, also interessante innovative Lösungen und Produkte anbieten, die anderen zur Nachnutzung empfohlen werden können“ , so Herold. Laut Geschäftsführer erwarten die Organisatoren der Börse Impulse für eine noch breitere Anwendung von Wissenschaft und Technik in den Wirtschaftsunternehmen der Lausitz. „Insofern stellen wir hohe Erwartungen insbesondere an den Einführungsvortrag von Prof. Johann Löns, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung“ , erklärte Dr. Klaus Herold. Löns spricht am 8. November um 9.15 Uhr. Er eröffnet gewissermaßen den Reigen prominenter Referenten. Dabei ist die Region durch eine Reihe namhafter Betriebe vertreten. So dürfte beispielsweise der Erfahrungsbericht von Claus Winneknecht, Geschäftsführer der Sachsen-Zelte Textil GmbH Niesky, mit Spannung erwartet werden. Der Betrieb erhielt in diesem Jahr den 8. Niederschlesischen Unternehmerpreis. Sachsen-Zelte entwickelte sich zum Marktführer für Caravan-Vorzelte in Deutschland. Das zeigt, zu welch großartigen Leistungen auch ein relativ kleines Unternehmen - und noch dazu aus der Region - fähig ist.
Durch die Präsenz u. a. der Hochschule Zittau/Görlitz, der TU Dresden und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus werde augenscheinlich, so Dr. Klaus Herold, dass Unternehmen, wenn sie denn innovativ erfolgreich sein wollen, auf Ergebnisse von Forschung und Wissenschaft nicht verzichten können.
Neu in diesem Jahr bei der Innovationsbörse sei eine stärkere Ausrichtung auf das Gebiet des Handwerks und der Landwirtschaft, wie der TBGZ-Geschäftsführer erläuterte. So werden die Besucher am 8. November erfahren, welche Ergebnisse die Agrargenossenschaft Jänkendorf/ Ödernitz in die Waagschale werfen kann.
Innovation ist keine Sache nur von Erwachsenen. Selbst Kinder und Jugendliche haben hier Erfahrungen gesammelt, die auch für andere von Interesse sein könnten. Den Beweis dafür wollen wiederum Schülerfirmen antreten. So werden sich die 5. Mittelschule in Weißwasser und das Gymnasium in Niesky mit ihren „Unternehmen“ vorstellen.

Zum Thema Tischler-Genossenschaft
 Auf der Innovationsbörse am 8. November im TBGZ wird auch das Projekt der überregionalen Tischler-Genossenschaft vorgestellt. Wie die RUNDSCHAU berichtet hatte, haben sich zwölf Tischler in Sachsen, auch aus dem NOL, zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen, um Brandschutztüren zu produzieren. Ein Handwerker allein wäre damit überfordert.