Wenn Gemeinderat Frank Zech (WV Groß Düben) auf den Radweg zwischen den Ortsteilen Groß Düben und Halbendorf (Landkreis Görlitz) zu sprechen kommt, dann wird er ungehalten. Nicht etwa, weil er das Projekt in Frage stellt, sondern wegen des ungewissen Ausgangs.
Seit Dezember 2014 kann der rund zwei Kilometer lange Radweg, der entlang der Staatsstraße in zwei Abschnitten gebaut wurde, von Radfahrern und auch Fußgängern genutzt werden. Jahrelang war um diese Investition gerungen worden. Um so größer war 2014 die Freude, dass der Weg sogar noch vorfristig fertiggestellt wird.

Kaufvertragsentwürfen für Flurstücke in Auftrag gegeben

Mittlerweile sind fast sechs Jahre ins sächsische Land gegangen. Laut Frank Zech wartet er immer noch auf das Geld für die Grundstücke, die er für den Bau des Weges zur Verfügung gestellt hat. Und er sei nicht der einzige. So ein langer Zeitraum sei nicht tragbar. „Da braucht man sich nicht wundern, wenn keiner mehr Grundstücke verkauft“, lässt Zech in der jüngsten Ratssitzung Dampf ab.
Die Gemeinde ist dabei allerdings außen vor. Der Radweg ist im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gebaut worden. Dieses hat nach Bauende eine Straßenschlussvermessung beauftragt. „Danach konnten die neuen Flurstücke des Radweges gebildet werden, die bis zum Vollzug des Kaufvertrages beim jetzigen Eigentümer verbleiben“, erklärt Franz Grossmann von der Pressestelle des Lasuv. Daraufhin wurden beim Notariat die Erstellung von Kaufvertragsentwürfen in Auftrag gegeben. „Wir gehen davon aus, dass wir bald Notartermine mit den Beteiligten vereinbaren können und der Kaufvertrag vollzogen wird.“
Grossmann verweist auf ein sehr komplexes Verfahren, das von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Die Straßenbauverwaltung könne es nun begrenzt beeinflussen, zudem seien vorgeschriebene Fristen und Widerspruchsmöglichkeiten zu beachten.