Die Schäferbrücke in Krauschwitz ist seit Jahren ein Sanierungsfall. Schon mehrere Ingenieurbüros haben sich dem Bauwerk schon angenommen und viele Vorschläge unterbreitet, wie die Brücke über die Legnitzka auf der Schäferstraße in Schuss gebracht werden könnte, wie Marcell Hänchen vom Bauamt der Gemeinde erklärt. Mehrere Ideen scheiterten in den vergangenen Jahren entweder an den darauffolgenden Unterhaltungskosten oder an den hohen Eigenmitteln, die die Gemeinde bei der Sanierung zu zahlen hätte.

„Wir haben allerdings eine Lösung für die Brücke“, kündigt Bürgermeister Tristan Mühl (Freie Wähler) an. Weil der Freistaat Sachsen nämlich die Förderquote bei Straßen- und Brückensanierungen auf 90 Prozent aufgestockt hat, sinkt damit der Eigenanteil für die Gemeinde. „Wir könnten den Eigenanteil über die Freistaat-Pauschale abdecken“, empfiehlt Marcell Hänchen. In Gänze stehen Kosten von 270 000 Euro im Raum. Krauschwitz müsste allerdings „nur“ 27 000 Euro aufbringen.

Brückensanierung ist historische Chance

Um allerdings die Fördergelder beantragen zu können, muss ein Vorplanung erfolgen. Dieser wiederum stimmte der Gemeinderat zu. „Für uns ist es nahezu eine historische Chance, die Brücke zu sanieren“, freut sich etwa Thomas Najork (CDU). Der Neubau soll mit Fertigstahlbeton erfolgen. Darauf hatte sich bereits im Vorfeld der Technische Ausschuss verständigt, wie dessen Vorsitzender Daniel Mosmann (CDU) bestätigt. Lediglich einen Rohrdurchlass zu installieren, sei wasserrechtlich nicht genehmigungsfähig. „Es fließt dafür einfach zu viel Wasser durch die Legnitzka“, unterstreicht Tristan Mühl. Der Baubeginn ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Mario Mackowiak (CDU) möchte in diesem Zusammenhang aber wissen, wie die Verkehrsführung nach der Sanierung ausgestaltet sein wird. „Es sollen weiterhin Poller stehen bleiben, sodass die Brücke hauptsächlich für Fußgänger und Radfahrer nutzbar bleibt“, entgegnet Marcell Hänchen. Bürgermeister Mühl ergänzt: „Die fertige Brücke würde auch Lkw und Autos tragen, allerdings wollen wir den verkehrsberuhigten Bereich beibehalten, allein schon wegen der Kita.“ Damit ist Mario Mackowiak einverstanden, auch „wenn hier sehr viel Geld in das Bauwerk fließt“.

In einem zweiten Schritt soll die Brücke am Sportplatz in Sagar in Schuss gebracht werden. „Damit haben wir langfristig zwei Baustellen im Gemeindegebiet abgearbeitet“, freut sich der Bürgermeister.