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| 17:39 Uhr

Diskussionen um Voting-Ergebnis
In Weißwasser kocht die Volksseele

Weißwasser. Glückspilz-Voting: Landtagsabgeordnete, OB und Grün-Weiß Weißwasser wenden sich an die Sparkasse.

Der Ausgang des Glückspilz-Votings der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien zuungunsten des SV Grün-Weiß Weißwasser und zugunsten des VfB Zittau, der nun einen Kleinbus erhält, hat für böses Blut und anhaltende Diskussionen gesorgt. Die Weißwasseraner fühlen sich schlichtweg um den Erfolg gebracht, haben sie doch viel Kraft und Mühe investiert, andere zu begeistern und für den Verein abzustimmen. Über 5000mal wurde das gemacht. Dienstagmittag, als der Wettstreit endete, führte Weißwasser.

Die Freude, es gemeinsam geschafft zu haben, war riesengroß. Doch die hielt nicht lange an. Die Sparkasse verwies bei ihrer Entscheidung auf manipulierte E-Mailadressen.

In den Facebook-Foren wird der Sparkasse nun mangelnde Transparenz vorgeworfen und argwöhnisch in Kommentaren die Frage aufgeworfen, ob das womöglich ein abgekartertes Spiel war. Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, Stefan Przymosins­ki und Arnd Panoscha von Grün-Weiß haben Donnerstagabend das Gespräch mit Sparkassen-Verantwortlichen gesucht. „Sie bleiben bei ihrer Entscheidung“, ist Pötzsch enttäuscht. Der Verein wolle nicht locker lassen, so der OB.

Ebenfalls aktiv wurden die Landtagsabgeordneten Thomas Baum (SPD) und Stephan Meyer (CDU), die sich Donnerstag als Mitglieder des Präsidiums des Oberlausitzer Kreissportbundes an Vorstand Michael Bräuer wandten. „Wir haben am Voting teilgenommen und halten die Art und Weise der getroffenen Entscheidung gegen den Sportverein Grün-Weiß Weißwasser, der circa 300 Stimmen aberkannt bekam, nachdem er zum Schluss die meisten Stimmen hatte, für intransparent“, so Baum per E-Mail. In dieser heißt es weiter: „Im Sinne des so großen Engagements beider Sportvereine in Zittau und Weißwasser sollten unter dem Aspekt der Fairness beide Vereine mit einem solchen Fahrzeug belohnt werden.“

In dem Schreiben an Michael Bräuer heißt es: „Mit Ihrer durchweg positiv zu bewertenden Voting-Aktion ‚Glückspilze on Tour’ haben Sie in den letzten Wochen Tausende Menschen aus dem Landkreis Görlitz bewegt, sich an dem Voting und der Auswahl aus drei Vereinen zu beteiligen.“ Auch  Meyer für Zittau und Baum für Weißwasser stimmten mit ab, informieren diese. „Bis kurz vor Schluss war es ein knappes Ringen um jede Stimme. Augenscheinlich hatte sich auf der Zielgeraden der Sportverein aus Weißwasser mit circa 300 Stimmen Vorsprung durchgesetzt.“ Doch die Sparkasse erklärte Zittau zum Sieger wegen angeblich manipulierter Stimmen für Weißwasser. Baum und Meyer betonen: „Wir können das nicht überprüfen, wir finden jedoch, dass ohne klare Transparenz der Auswertung das positive Gesamtanliegen beschädigt wird. Es darf hier auf diese Art und Weise keine Verlierer geben, kein Empfinden von Ungerechtigkeit oder Benachteiligung.“

(ni)