Die bisherigen Erfahrungen auch aus anderen Ländern hätten gezeigt, dass Kälber, die sich in der Herde befinden, durch die Wehrhaftigkeit der erwachsenen Rinder gut geschützt sind. Verluste an Rinderkälbern würden daher grundsätzlich selten auftreten. Rinderkoppeln sollten allerdings so aufgebaut sein, dass Kälber die Umzäunung nicht verlassen können.

Die Meldung über das gerissene Kalb in Süd-Brandenburg löste auch bei sächsischen Rinderhaltern erhebliche Sorge aus. Anfang Mai wurde im Revier des Welzower Wolfsrudels ein neugeborenes Kalb tot aufgefunden (die RUNDSCHAU berichtete). Laut Landeslabor Berlin-Brandenburg ergab die Sektion, dass Wölfe als Verursacher nicht ausgeschlossen werden können.

Seit dem 20. Mai wurden an das Wolfsmanagement in Sachsen vier tote Kälber gemeldet, bei denen die Halter Wölfe als Todesursache vermuteten, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Bei allen hätte sich bei der umfassenden Begutachtung vor Ort heraus gestellt, dass sie nicht von Wölfen getötet worden waren, heißt es in der Pressemitteilung. Anders als das Kalb in Süd-Brandenburg wiesen sie keinerlei Bissverletzungen auf, sondern waren ohne Fremdeinwirkung während oder kurz nach der Geburt gestorben.