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| 18:13 Uhr

Naturschutz
In eine verwilderte Streuobstwiese kommt Ordnung

Aufräumarbeiten sind für die Teilnehmer des Arbeitseinsatzes zur Neubelebung des Naturlehrpfades und der Streuobstwiese in Kreba-Neudorf am „Tauerweg“ angesagt gewesen.
Aufräumarbeiten sind für die Teilnehmer des Arbeitseinsatzes zur Neubelebung des Naturlehrpfades und der Streuobstwiese in Kreba-Neudorf am „Tauerweg“ angesagt gewesen. FOTO: Bernhard Donke
Kreba-Neudorf. Das Bisophärenreservat geht in Kreba-Neudorf mithilfe der Einwohner und der Gemeinde drei Projekte an. Von Bernhard Donke

Die stark verwilderte etwa 0,2 Hektar große Streuobstwiese „Am Tauerweg“ in Kreba-Neudorf sollte „aufgeräumt“ werden. Das ist das Ziel eines Aufrufs der Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zu einem Arbeitseinsatz gewesen. Trotz schneidender Kälte, die dann mit zunehmendem Sonnenschein erträglicher wurde, folgte ihm eine ganze Anzahl von Männer und Frauen.

„Die Streuobstwiese und die dazu gehörige Gartenfläche sind Eigentum des Freistaat Sachsen. Seit der politischen Wende 1990 wurden hier keine Pflegearbeiten mehr durch geführt, sodass sie sich in einen sehr verwilderten Zustand befindet“, erklärt Torsten Roch, Leiter der Reservatsverwaltung. „Wir wollen mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung Kreba-Neudorf die Streuobstwiese wieder in ihren ursprünglichen Zustand bringen, sehen das als ein Gemeinschaftsprojekt an.“ Und er fügt gleich hinzu: „Wir beabsichtigen auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ein Teilstück des ehemaligen Naturlehrpfads Kreba-Mücka zu überarbeiten und somit wieder neu zu beleben. Weiterhin soll hier auch noch ein Grünes Klassenzimmer für die Schüler der Grundschule Kreba-Neudorf entstehen“.

Ein Projekt, das offenbar auf Interesse stieß, denn es kamen Bürger von Kreba-Neudorf und vom Heimatverein, die die Mitarbeiter des Biosphärenreservates und der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ aus Förstgen unterstützten. Auf der Streuobstwiese wurde gesägt und gerodet, das angefallene Holz wurde beräumt.

Die Gemeinde sieht in den Vorhaben einen guten Beitrag für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. In dem wurde sie Kreissieger und wird sich nun im Landeswettbewerb mit den anderen Kreissiegern des Freistaat messen. „Die künftig neu angelegte Streuobstwiese, der neu belebte Naturlehrpfad und das Grüne Klassenzimmer sind von unserer Seite weitere sehr gute Beiträge für diesen Wettbewerb. Deshalb sind wir der Biosphärenreservatsverwaltung und allen Helfern heute für ihre Unterstützung dankbar“, sagt Torsten Roschk vom Bauhof Kreba-Neudorf. Er wie auch Torsten Roch verweisen darauf, dass diese Arbeitseinsatz mit Sicherheit weitere folgen werden.

Verbunden mit dem Arbeitseinsatz war auch ein Vortrag von Gartenbauingenieur Lothar Halke. Bei immer angenehmer werdenden Temperaturen gab er Ratschläge zur Pflanzung von über Obstbäumen und deren Schnitt. Er vermittelter Tipps für den richtigen Standort und das optimale Bodenverhältniss. Zudem zeigte er, wie ein fachmännischer Frühjahrsbaumschnitt ausgeführt wird – für eine optimale Obsternte im Herbst.