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| 14:44 Uhr

Gastronomie
In der Turmvilla wird indisch aufgetafelt

Indisches Flair bereichert die Turmvilla. Darüber freuen sich Sandra Hetmank (l.) und Anja Stupka vom Hotelteam. Für die Küche und den Service sorgen: Singh Gotra Belwinda, Balvinder Teweleit (M.) und Singh Karam Jit.
Indisches Flair bereichert die Turmvilla. Darüber freuen sich Sandra Hetmank (l.) und Anja Stupka vom Hotelteam. Für die Küche und den Service sorgen: Singh Gotra Belwinda, Balvinder Teweleit (M.) und Singh Karam Jit. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. In Bad Muskau hat die neue Gaststätte „Safran“ ihre Pforten geöffnet. Das Hotel ist gut ausgelastet. Von Regina Weiß

Mit dem neuen Gastronomen, der das Restaurant der Turmvilla in Bad Muskau übernommen hat, zeigt sich gleich mal ein Manko. „Unsere Tische sind zu klein, wenn hier aufgetafelt wird“, sagt Daniel Kunze. Doch es klingt nicht wirklich nach einem Problem. Im Gegenteil, der Inhaber des Familienunternehmens Kunze, zu dem die Turmvilla Bad Muskau GmbH gehört, freut sich, über die Bereicherung in seinem Haus am Badepark in Bad Muskau, wie er bei einem Pressegespräch vor Ort unterstreicht.

Seit Anfang des Monats hat hier das Restaurant „Safran“ seine Pforten geöffnet. Damit hält zum ersten Mal indische Küche in der Parkstadt Einzug. In Balvinder Teweleit hat Daniel Kunze den richtigen Mann und sein Team gefunden. „Wir haben einen Gastronomen gesucht“, so Kunze. Dabei habe man sich Zeit gelassen, habe sich vorkochen lassen, sei ins Gespräch miteinander gekommen. Schwerpunkt war, jemanden zu finden, der auf Nachhaltigkeit setzt. In Berlin wurde man mit Balvinder Teweleit fündig. Die Chemie habe sozusagen gestimmt.

Der neue Gastronom hat seine Wurzeln in Nordindien und wurde mit 16 Jahren von einer deutschen Familie adoptiert. Mittlerweile ist er verheiratet und hat selbst zwei Kinder. In Berlin hat er sich mit Lieferdiensten einen Namen gemacht.

In Bad Muskau will er nun die Kunden von gutem indischen Essen überzeugen, sagt er auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Das Turmvilla-Restaurant hält er dafür für gut geeignet. Einige Investitionen waren dennoch notwendig. So wurde der Einbau eines „Monstrums“ notwendig. Damit meint Daniel Kunze einen zehnflammigen Gasherd, auf dem frisch gekocht wird. Übrigens nicht zu scharf, wie der eine oder andere vermuten könnte. Denn auch im großen Land Indien gibt es da regionale Unterschiede, erklärt Balvinder Teweleit. So ist die nordindische Küche gar nicht für so scharfes Essen bekannt. Doch bei den über 130 Gerichten, die in Bad Muskau zu haben sind, kann es durchaus auch pikanter zugehen.

„Wir können uns nun auf unsere Arbeit konzentrieren“, so Daniel Kunze. Damit meint er das Hotel und kulturelle Veranstaltungen im Haus. Die Saison laufe sehr gut, wie Sandra Hetmank und Anja Stupka von der Hotelleitung bestätigen können. Die 17 Zimmer sind am Wochenende fast ausgebucht und in der Woche betrage die Auslastung mehr als 50 Prozent. Die nahe Lage zum Badepark ist einer der großen Pluspunkte. „Ideal für Leute, die runterkommen wollen“, so Sandra Hetmank mit Blick auf Dienstreisende.

Und das Potenzial des Badeparks wird ja gerade erst noch erschlossen. Hauptamtsleiter Dirk Eidtner, der im Namen des Bürgermeisters dem neuen Gaststättenbetreiber ein Bild vom Neuen Schloss überreicht und viel Erfolg wünscht, spricht von einer möglichen Symbiose. Schließlich soll die Villa Pückler einmal die Ausstellung über die exotische Machbuba und des Fürsten Orientreise beheimaten. Doch dafür sind noch einige Investitionen notwendig.

Diese erfolgen auch weiterhin in der Turmvilla. An den Bädern werde weiter gearbeitet und die Parkfläche ist als Nächstes dran. Diese ist für manch hohen Schuh von Bräuten oder Festgästen derzeit noch etwas zu holprig.

Apropos Feiern. Dafür stand und steht die Turmvilla nach wie vor. Wer auf längere Frist vorbestellt habe,  müsse nun wegen des neuen Angebotes keine Angst haben. „Wir haben es erklärt, der Großteil ist aufgeschlossen, sieht ein indisches Angebot sogar als Bereicherung eines Büfetts“, so Sandra Hetmank. Der Turmvilla-Koch sorge weiterhin für gutbürgerliche Küche bei Events.

Derweil warten Papedam, Samosas, Mottar Pamir und Chicken Korma auf hungrige Gäste. Letztgenanntes ist übrigens das Lieblingsgericht von Balvinder Teweleit.