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In der Krauschwitzer "Linde" ging Samstag die Post ab

Die Mitglieder der Westkrauschwitzer Narrenzunft um Wolfgang Lisk begrüßten die ehemaligen Betreiber der Krauschwitzer "Linde" Familie Rösner aus dem Schwarzwald.
Die Mitglieder der Westkrauschwitzer Narrenzunft um Wolfgang Lisk begrüßten die ehemaligen Betreiber der Krauschwitzer "Linde" Familie Rösner aus dem Schwarzwald. FOTO: Martina Arlt/mat1
Krauschwitz. Die ehemalige Besitzer des ehrwürdigen Gasthauses an Bendels Kreuzung sind zu Besuch. das 40. Jubiläum der Narrenzunft wurde groß gefeiert. Martina Arlt / mat1

Mehr als 150 närrische Besucher haben am Samstagabend mit den Mitgliedern der Westkrauschwitzer Narrenzunft die traditionelle Männerfastnacht gefeiert. Die Gaststätte "Zur Linde" war für diese Veranstaltung ausverkauft und die Gäste kamen mit ihren schönsten Kostümen. Denn die Narrenzunft unter Leitung von Wolfgang Lisk hatten auch allen Grund zum Feiern: sie hatten ihr 40. Jubiläum. Und seit 25 Jahren hält der heute 66-jährige Vereinsvorsitzende Wolfgang Lisk alle Fäden in der Hand und hat mit seinem Team immer wieder selbst großen Spaß dabei.

Wer am Samstag den Saal betreten wollte, hatte am Einlass erst einmal eine besondere Aufgabe zu lösen: Kuh melken. Für diese Aktivitäten schenkten die Männer der Zunft auch gern ein Schnäpschen ein. Als Gastvereine der karnevalistischen Szene konnten am Abend Bad Muskau und Sagar begrüßt werden. Auch Bürgermeister Rüdiger Mönch erschien im feinen Zwirn und hatte ein schwarzes Hütchen aufgesetzt.

Aufgrund des Jubiläums dachten sich die Veranstalter auch besondere Highlights aus. So hatten sie sich die Guggemusiker aus Meerane eingeladen. Sie marschierten mit Pauken und Trompeten in den Saal der Linde ein. Wolfgang Droigk, Wolfgang Vogt und Udo Schindler gehörten zu den Ehrengästen des Abends.

Sie gehörten 1977 zu den Gründern, die am närrischen Geschehen mitwirkten. Aber auch das ehemalige Kneiperehepaar der "Linde" an Bendels Kreuzung war aus dem Schwarzwald angereist. Christina und Helmut Rösner erschienen im schicken Outfit. "Wir hatten die Gaststätte von 1975 bis 1991 betrieben. Zu DDR-Zeiten gab es viele Familienfeiern und es war ein gutes Auskommen. Doch zur Wende meldete sich der Konsum zu Wort und wir hätten das Haus auch kaufen können. Doch sie verlangten eine so große Summe und dann wären die Umbauarbeiten noch dazugekommen, das hätten wir nicht aufbringen können", erinnert sich Helmut Rösner. So zogen die beiden dann 1993 in den Schwarzwald. Doch mit Krauschwitz sind sie noch sehr verbunden. "Wir wurden auch schon öfter eingeladen. Die Feiern mit der Narrenzunft sind auch immer sehr schön. Wir gehen auch gern einmal in der Linde essen, das sehr gut schmeckt", erklärte Rösner. In der jetzigen Speisekarte ist die Geschichte des Hauses verewigt, darin finden sie sich auch wieder. Seit 1998 ist die Gaststätte wieder geöffnet und auch einige Vereine sind hier inzwischen ansässig.

So feierten die Gäste Samstagabend ausgelassen das Jubiläum der Narrenzunft, immer wieder gab es Schunkelrunden in dem geschmückten Saal. Die Männer der Narrenzunft überraschten mit ihren Auftritten das Publikum. Die Bad Muskauer Funken zeigten, was sie drauf haben. Zu später Stunde wurden die drei schönsten Kostüme im Saal prämiert.