ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:50 Uhr

In der evangelischen Kita geht es multikulturell zu

Charlotte zeigt auf dem Globus, wo Norwegen ist und Maria Sandvand genau wohnt.
Charlotte zeigt auf dem Globus, wo Norwegen ist und Maria Sandvand genau wohnt. FOTO: ckx
Weißwasser. Eine Norwegerin verbringt derzeit ein halbes Jahr in Weißwasser. Dabei bringt sie sich ehrenamtlich in vielen Bereichen ein. Christian Köhler

Die sechsjährige Charlotte aus Weißwasser weiß ganz genau, wo Maria Sandvand eigentlich wohnt. "Das ist da, wo der Bär auf dem Globus ist", sagt sie und zeigt mit dem Finger auf Norwegen. Und tatsächlich: Die 19-jährige Absolventin des Europäischen Freiwilligendienstes (EVD) stammt aus dem hohen Norden. Genauer gesagt aus Tønsberg, südlich der Hauptstadt Oslo.

"Ich möchte mein Deutsch hier verbessern", sagt die junge Frau, die eines Tages Lehrerin in ihrem Heimatland werden möchte. Über den EVD hat sie den Kontakt zum Landesverband der christlichen Jugendarbeit (CVJM) vermittelt bekommen. Der wiederum habe sich an Pfarrer Martin Zinkernagel in Weißwasser gewandt. Hier arbeitet sie ehrenamtlich in der evangelischen Kita an der Berliner Straße und im Korczak-Haus beim interkulturellen Café am Donnerstag.

Sechs Jahre lang hat die junge Norwegerin in der Schule Deutsch gelernt. Das beeindruckt auch die stellvertretende Kita-Leiterin Rita Israel. "Sie spricht unsere Sprache sehr gut und hat sich hier vom ersten Tag an richtig gut eingebracht." Ohnehin, so Rita Isreal weiter, gehe es durch die Norwegerin noch multikultureller in der Vorschulgruppe der Kita zu. Neben Russisch, Englisch und Deutsch wird nun auch ein bisschen Norwegisch gesprochen.

Ähnlich sei das im Korczak-Haus, wenn Maria Sandvand auf syrische oder afghanische Flüchtlinge trifft. "Mit den Kindern kann ich gut deutsch sprechen, bei den Erwachsenen ist das schon schwieriger", erzählt sie mit einem Lächeln. Dass Deutschland so viele Flüchtlinge aufgenommen hat, findet sie gut. Ohnehin habe sie große Freude an ihrer Arbeit in Weißwasser, finde die Stadt schön und "die Leute sind nett und sprechen alle Hochdeutsch". Ihre Zeit will sie in der Lausitz genießen und freut sich darüber, dass es erneut geschneit hat. "Bei uns liegt nämlich gerade kein Schnee", erzählt sie. Im Sommer will sie aber vor allem die Parks der Region erkunden.