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Im Tagebau Reichwalde wird wieder gebaggert

Nach Instandsetzung kommt Schaufelradbagger 1571 wieder zum Einsatz
Nach Instandsetzung kommt Schaufelradbagger 1571 wieder zum Einsatz FOTO: Leag
Reichwalde/Cottbus. Im Tagebau Reichwalde hat am Montag der Vorschnitt begonnen. Der Schaufelradbagger hat seine Arbeit am neuen Standort aufgenommen. bob

"Gut zwei Jahre nach seinem spektakulären Umzug vom Tagebau Nochten in den Tagebau Reichwalde und nach einer umfangreichen Instandsetzung ist der fast 3000 Tonnen schwere Schaufelradbagger 1571 wieder im Einsatz", teilte der tagebau-Betraiber Leag am Montag mit. Das Abraumgroßgerät vom Typ SRs 2000 sei das Herzstück des Vorschnitts im Tagebau Reichwalde. "Im Vorschnitt wird die obere Schicht des Deckgebirges in einer Mächtigkeit von etwa 10 bis maximal 30 Metern separat abgetragen und über eine etwa acht Kilometer lange Bandanlage um den Tagebau herum zu einem Absetzer befördert. Dieser bereitet dann den Boden für die dem aktiven Tagebau folgende Rekultivierung vor", erläutert Pressesprecher Thoralf Schirmer.

Die Aufnahme des Vorschnittbetriebes sei erforderlich, weil der Tagebau Reichwalde Ende dieses Jahres in das Nordfeld einschwenkt. "Während bislang die Abraumförderbrücke F 60 ausreichte, um das Deckgebirge über dem Kohleflöz abzutragen, hat der Tagebau jetzt eine höhere Abtragsmächtigkeit zu bewältigen, um an die Braunkohle in größerer Tiefe zu gelangen", so Schirmer.

Mit dem neuen Vorschnittbetrieb sei der Tagebau Reichwalde jetzt vollständig ausgerüstet, um die Kohleversorgung des Kraftwerkes Boxberg für die nächsten Jahrzehnte sicherzustellen.