ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:17 Uhr

Hochzeiten
Im Sitzungssaal kann jetzt geheiratet werden

Boxberg. Der Boxberg Gemeinderat legt neuen Trauraum fest. Von Regina Weiß

Im Sitzungssaal von Boxberg ist des Öfteren schon Ja gesagt worden. Tausendfach im übertragenen Sinne bei den vielen Abstimmungen des Gemeinderates, die der Raum in den zurückliegenden Jahren gesehen hat.

Künftig wird dort auch richtig laut und deutlich Ja gesagt, wenn sich zwei Liebende für immer das Eheversprechen geben. Dass ein Teil des Saales neues Trauzimmer wird, das hat der Gemeinderat Boxberg am Montagabend einstimmig beschlossen. Die Entscheidung war notwendig geworden, weil das Standesamt Kringelsdorf der Gemeinde nicht mehr zur Verfügung steht. Dort hatte im Juni die letzte Eheschließung stattgefunden. Die erste war 1997 dort erfolgt. Das ehemalige Gutshaus hatte die Kommune im vergangenen Jahr an einen privaten Käufer veräußert.

Laut Begründung muss die Kommune einen kostenfreien Trauraum vorhalten. Den hat man im teilbaren Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung gefunden. Eine mobile Trennwand sorgt für einen kleineren Raum, der mit Dekorationsgeschick entsprechend hergerichtet werden kann. Als Argumentationshilfe ließ Bürgermeister Achim Junker (CDU) am Montagabend ein Foto vom gestalteten Trauraum herumreichen. Dieser ist außerdem separat begehbar, barrierefrei, und Toiletten sind natürlich in der Gemeindeverwaltung auch vorhanden.

Neben dem neuen Trauraum in der Gemeindeverwaltung wird in Boxberg auch im Tourismusinformationszentrum beziehungsweise am Anleger am See getraut. Das ist seit  Frühjahr 2015 möglich. Und wird gerade von Paaren aus dem Dresdenern Raum oder Meißen vermehrt genutzt, weiß Standesbeamte Carmen Hantschke. So wird es dort auch am besonderen Hochzeitstermin am 18. 8. 18 zwei Eheschließungen geben.

Im Durchschnitt sind es rund 20 Trauungen, die die Boxberger pro Jahr durchführen.