Statt hintereinander stehen die Stühle nun im Quadrat. "Ich will, dass die Stadträte enger zusammenrücken und keinen mehr haben, der hinter ihrem Rücken redet", so Pötzsch.

In einem ersten Treffen vor der konstituierenden Sitzung am 4. September hatte der Oberbürgermeister die Stadträte mit Justiziarin Esther Liebal am Mittwoch außerdem auf die anstehende Aufgabenverteilung hingewiesen. Je acht Stadträte haben den Haupt- und Sozialausschuss sowie den Bau- und Wirtschaftsausschuss zu besetzen. Jeweils bis zu sieben sachkundige Bürger können berufen werden. Weiter müssen am 4. September insgesamt fünf Stadtrat-Vertreter für die Aufsichtsräte der Wohnungsbaugesellschaft, der Stadtwerke und der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz bestimmt werden.

Den Oberbürgermeister, so Pötzsch weiter, werden statt zwei künftig drei Stadträte vertreten. Nur zwei Vertreter für ihn haben sich in der Vergangenheit als nicht ausreichend erwiesen, erklärt Pötzsch dazu. Sie müssen am 4. September gewählt werden. Die Vertreter für Ausschüsse und Aufsichtsräte hingegen könnten auch per Einigung der Stadträte vor der konstituierenden Sitzung festgelegt werden.

Als dritte Möglichkeit, so Pötzsch, sehe die neue sächsische Gemeindeordnung die Benennung vor. Dabei haben die Stadtrat-Fraktionen zu bestimmen, wer die Sitze einnehmen soll.

Torsten Pötzsch hat den Stadträten weiterhin die aus seiner Sicht wichtigsten Themen in den kommenden Wochen und Monaten vorgestellt. Obenan stehe für ihn die Finanzierung der neuen, voraussichtlich 24 Millionen Euro teueren Trinkwasserleitung von Weißwasser nach Sdier. Es folge eine Auswahl der Projekte in Weißwasser, die in der neuen Förderperiode mit Efre-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) umgesetzt werden sollen.

Schließlich haben die 22 Stadträte, von denen acht fehlten, Geschäftsordnung, Hauptsatzung und Bücher bekommen, in denen es um Rechte und Pflichten von Stadträten geht.