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Im Oktober soll der Rohbau starten

So könnte nach aktuellen Überlegungen der Schulkomplex aussehen. Für die Fassadengestaltung gibt es viele Ideen, deren Realisierung aber ins Budget passen müsste, so Amtsleiter Steffen Seidlich.
So könnte nach aktuellen Überlegungen der Schulkomplex aussehen. Für die Fassadengestaltung gibt es viele Ideen, deren Realisierung aber ins Budget passen müsste, so Amtsleiter Steffen Seidlich. FOTO: Gemeinde
Schleife. Die Erschließungsarbeiten für den neuen deutsch-sorbischen Schulkomplex in Schleife sind so gut wie abgeschlossen. Für die zentrale Abwasserentsorgung ist alles vorbereitet. Gabi Nitsche

Die neue Vakuumleitung werde schon während des Bauens die Abwässer aufnehmen. Baustraßen sind angelegt genauso wie Kranstellflächen und Stellflächen für die Baucontainer der beauftragten Firmen sowie Bereiche zum Parken und Material lagern.

Die Abnahme steht ins Haus, so Bauamtsleiter Steffen Seidlich und seine Kollegin Annett Dreißig, die für das rund 24-Millionen-Euro-Projekt den Hut aufhaben. "Das ganze Gebiet ist eingezäunt und ein Teil gleich so, dass der Zaun stehen bleiben kann." Das sei eine sinnvolle Regelung, schätzt Steffen Seidlich ein. Auch die Trafostation für die Elektroversorgung ist sozusagen betriebsbereit.

Wie geht's weiter? Am Montag erfolgte die Submission für die nächsten Vergaben - ein Gesamtpaket von rund vier Millionen Euro in zwei Losen. Dabei gehe es kurz gesagt um den Rohbau und die Baustelleneinrichtung. Seidlich berichtet von dem Muss der EU-weiten Ausschreibung. Doch bei der Submission zeigte sich, dass von einem europaweiten Ansturm nicht die Rede sein konnte. Laut Annett Dreißig blieb für die Baustelleneinrichtung von vier interessierten Firmen letztlich eine mit einem Angebot übrig. Am Rohbau mit Erdarbeiten und dergleichen seien acht Unternehmen interessiert gewesen. Vier bewarben sich.

Nun prüft das Planungsbüro alles. Die Vergaben soll der Gemeinderat in einer Sondersitzung am 8. August fassen. "Wenn alles gut läuft, soll Anfang Oktober der Rohbau beginnen", kündigt der Bauamtsleiter an. Eine feierliche Grundsteinlegung steht am 21. September im Gemeinde-Kalender.

Nachdem mit den künftigen Nutzern Grundschule, Oberschule und Hort die Ausstattung des Schulkomplexes bis zum kleinsten Detail abgestimmt wurde, ist das Planungsbüro Bauconzept GmbH Lichtenstein zurzeit dabei, die Kosten zu aktualisieren. "Ein Dank an dieser Stelle geht an die Lehrer. Uns ist das Miteinander wichtig. Deswegen die Gespräche mit ihnen", sagt Steffen Seidlich.

Wie kann ein Bauamt mit noch nicht mal einer Handvoll Mitarbeiter so ein Riesenprojekt überhaupt stemmen? "Das geht nur mit super Mitarbeitern wie Annett Dreißig, die sehr organisiert ist", so der Amtsleiter. Die Schule sei nicht die einzige Aufgabe des Teams. Seidlich verweist auf die Abwasserproblematik. "Da ist der Leitungsbau, da muss das Konzept überarbeitet und müssen Fördermittel akquiriert werden. Was für ein Aufwand!" Und dann ist da noch "die ganz normale Arbeit für die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft".

Zum Thema:
Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 soll das moderne Bildungszentrum mit Grund- und Oberschule, Hort sowie Sportanlagen eingeweiht und bezogen werden. Das Vorhaben datiert aus dem Schleife-Vertrag von 2008 mit dem Betreiber des Tagebaus Nochten, damals Vattenfall, heute Leag. Die Gemeinde Schleife hat einen festen Betrag vom Unternehmen dafür erhalten und 7,6 Millionen Euro Fördergelder.