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| 02:51 Uhr

Im Frühjahr gibt es in Mühlrose blühende Erinnerungen

Hans-Peter Krause, Andreas Schneidewind, Enrico Kliemann und Waldemar Locke (v.l.n.r.) setzen Krokusse.
Hans-Peter Krause, Andreas Schneidewind, Enrico Kliemann und Waldemar Locke (v.l.n.r.) setzen Krokusse. FOTO: Regina Weiß
Mühlrose. Hans-Peter Krause, Enrico Kliemann, Andreas Schneidewind und Waldemar Locke – Ortschaftsräte von Mühlrose – haben am Donnerstag rund ums Kriegerdenkmal Krokusknollen gesteckt. Die Pflanzen, die der Ortschaftsrat bezahlt hat, sollen nicht nur im nächsten Frühjahr das Gelände und damit das Ortsbild aufwerten, sondern auch an die Zeit vor 50 Jahren erinnern. Regina Weiß

1966 begannen wegen des Tagebaus Nochten die Umsiedlungen in Mühlrose. "Wie wir es beim Gedenkgottesdienst vor wenigen Tagen in Schleife gesagt haben, wollen wir die 216 Menschen nicht vergessen, die ihre Heimat hier bei uns aufgeben mussten", so Ortsvorsteher Waldemar Locke. Für jeden von ihnen kommt ein Krokus in die Erde. Weitere 30 werden für die Bewohner vom Mühlroser Damm gesetzt. Deren Umsiedlung wurde mit dem Braunkohlenplan 1994 beschlossen.

Die Mühlroser sitzen derweilen wie auf Kohlen, weil sie noch immer nicht wissen, wie es mit ihrem Dorf weitergeht. "Das ist wirklich schlimm", so Locke.