1966 begannen wegen des Tagebaus Nochten die Umsiedlungen in Mühlrose. "Wie wir es beim Gedenkgottesdienst vor wenigen Tagen in Schleife gesagt haben, wollen wir die 216 Menschen nicht vergessen, die ihre Heimat hier bei uns aufgeben mussten", so Ortsvorsteher Waldemar Locke. Für jeden von ihnen kommt ein Krokus in die Erde. Weitere 30 werden für die Bewohner vom Mühlroser Damm gesetzt. Deren Umsiedlung wurde mit dem Braunkohlenplan 1994 beschlossen.

Die Mühlroser sitzen derweilen wie auf Kohlen, weil sie noch immer nicht wissen, wie es mit ihrem Dorf weitergeht. "Das ist wirklich schlimm", so Locke.