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| 02:47 Uhr

"Ich habe nur 20 Krawatten dabei"

Füchse-Trainer Paul Gardner beantwortet die Fragen der Fans auf englisch. EHC-Sprecher Andreas Friebel muss übersetzen.
Füchse-Trainer Paul Gardner beantwortet die Fragen der Fans auf englisch. EHC-Sprecher Andreas Friebel muss übersetzen. FOTO: Köhler
Weißwasser. Der Trainer der Lausitzer Füchse hat im zweiten Fanforum etwa 20 Anhängern Rede und Antwort gestanden. Neben sportlichen Aspekten erzählte der Kanadier mit amerikanischem Pass von seiner Sammelleidenschaft für Krawatten. Christian Köhler

Füchse-Trainer Paul Gardner liebt Krawatten. "Im Laufe der Jahre haben sich in meinem Kleiderschrank über 200 Stück angesammelt", sagt er mit breitem Grinsen. Sein Ruf, zu jedem Spiel einen neuen Schlips zu tragen, eilte ihm auch bei den Fans voraus. Vor 20 Jahren habe er damit angefangen, als ihm seine Frau vor einem Meisterschaftsspiel mit Portland in der zweiten amerikanischen Eishockeyliga AHL eine Krawatte mit Mickey Maus geschenkt hatte. "Wir haben dann die Meisterschaft gewonnen und so kamen immer neue Krawatten dazu", erzählte Gardner. Die verschiedenen Motive haben ihm dabei so manches Glück in seiner langen Eishockey-Karriere gebracht.

Noch nicht viel gesehen

"Ich bin sehr glücklich, hier zu sein", entgegnet Füchse-Trainer Paul Gardner auf die Frage, wie ihm sein neuer Job gefällt. In der Stadt finde er optimale Bedingungen für das Eishockey vor. "Weißwasser ist sehr klein", fügt er noch an. "Ich habe mich allerdings bisher hauptsächlich in der Eisarena, im Bus und in meiner Wohnung aufgehalten." Er hofft, in den kommenden Wochen die Stadt noch ein wenig besser kennenzulernen. Einen Besuch seiner Familie soll es auch noch geben. Bei einer möglichen Vertragsverlängerung wird die Familie jedoch nicht nach Weißwasser ziehen. "Meine beiden Zwillinge müssen an der Highschool lernen", sagt der fünffache Vater und inzwischen dreifache Opa.

Auf die Frage, ob es schon Planungen für die kommende Saison gebe, antwortet Gardner: "Ich würde gern bleiben, jedoch gilt mein Vertrag nur bis Saisonende." Daher könne er auch noch nichts zum neuen Kader sagen. Gespräche mit Spielern würden jedoch laut Füchse-Sprecher Andreas Friebel bereits geführt.

Die Nachwuchsarbeit sei in Weißwasser sehr gut, bemerkt Gardner. "Mir sind schon einige Spieler aufgefallen", erklärte der Trainer. Die Namen von ihnen kenne er nicht, "aber ich habe ihre Telefonnummer".

Am späten Mittwochabend, so informierte Andreas Friebel noch ergänzend, hatte der Verein die Eltern von acht DNL2-Spielern eingeladen, um mit ihnen über die Zukunft der 15- bis 16-jährigen Talente zu sprechen. Man wolle sie an den Verein binden und Vorschläge für die zukünftige berufliche Entwicklung unterbreiten.

Vom Niveau beeindruckt

Unterdessen zeigte sich Paul Gardner vom Niveau der zweithöchsten Eishockeyspielklasse in Deutschland beeindruckt. Allerdings sei der Unterschied zwischen DEL und DEL2 ähnlich groß wie zwischen der nordamerikanischen Profiliga NHL und zweiten Liga, der AHL. Damit die Weißwasseraner Eishockey-Cracks auch in der kommenden Saison in der zweiten Eishockeyliga spielen, solle Gardner eine der "Glücksbringer"-Krawatten anziehen. Andreas Friebel sagt schmunzelnd: "Vielleicht eine mit Bugs Bunny drauf."