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IBA-Studierhaus mit Lese-Café öffnet am Großräschener See

Detlef Hecht an der Kaffeemaschine im Lese-Café.
Detlef Hecht an der Kaffeemaschine im Lese-Café. FOTO: Steffen Rasche
Großräschen. Geist und Kraft der Internationalen Bauausstellung (IBA) "Fürst Pückler Land" werden am Großräschener See lebendig gehalten. Im Wissensspeicher des IBA-Studierhauses leistet dabei jetzt auch der leckere Espresso aus einer original italienischen Kaffee-Maschine der 60er-Jahre besondere Aufbauhilfe: Das gemütliche Lese-Café öffnet. KaWe

Neben dem Bücher-Fundus sind auch das Film-, Foto- und Dokumentations-Archiv nun weitgehend erschlossen.

Detlef Hecht, ein Mann der ersten Stunde bei der Internationalen Bauausstellung (IBA) "Fürst Pückler-Land", betätigt sich gut gelaunt hinterm Tresen. "Die Maschine hat Prof. Rolf Kuhn in einem Urlaub in einem Café entdeckt und dem Besitzer, der noch eine weitere besaß, abgeschwatzt", erzählt Detlef Hecht lachend, während er die guten Bohnen zu feinem Kaffee mahlt und das kräftige Getränk frisch in das erste robuste Porzellan-Tässchen laufen lässt.

Der leckere Duft hat auch Katja Sophia Wolf, die Fachfrau für das IBA-Archiv, längst in eine der gemütlichen Sitz-Ecken gelockt. Das druckfrische Buch "Verwundete Landschaft neu gestalten - Die IBA-Werkstatt in der Lausitz" ist jüngst in Großräschen eingetroffen, berichtet sie gut gelaunt. Am heutigen Freitag werden die zehn Autoren, die den IBA-Prozess sowohl aus der Innen- und Außensicht als auch aus dem Blickwinkel von Politik, Kultur, Zeitgeist, Kunst, Bewohnern und Planern beleuchtet haben, um 14 Uhr zur Buch-Premiere im IBA-Studierhaus erwartet.

Am Wochenende sind dann alle Neugierigen eingeladen, die Stadthafen-Baustelle mit Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) und Planer Wolfgang Joswig selbst unter die Füße zu nehmen und zu erleben sowie den IBA-Wissensspeicher zu erkunden. Dieser bietet beispielsweise auch höchst spannenden Filmstoff wie den Streifen "Jeder hat sein Nest im Kopf". Der Film ist ein dokumentarisch-biografischer Beitrag über die Fahrt der in München lebenden Tochter des letzten Bergbaudirektors der Grube Ilse in die Niederlausitz. Die historischen Aufnahmen in Großräschen und im Senftenberger Revier aus dem Jahr 1984 sind einmalig - und nur im IBA-Studierhaus für Forschungszwecke verfügbar. Der eigens gegründete Förderverein zählt inzwischen mehr als 50 Mitglieder, die diesen Wissensspeicher ab dem nächsten Jahr übernehmen und lebendig halten werden.

Samstag, 28. April, 11 Uhr: Vortrag zum Stadthafen Großräschen; Sonntag, 29. April, 11 Uhr: dokumentarische Filme zur Entwicklung von Großräschen-Süd. An beiden Tagen ab 10 Uhr Führungen durch das IBA -Studierhaus.