| 13:43 Uhr

Hunderte Lampions verzaubern Pückler-Park

1500 Lampions verteilten Mitglieder der Stiftung und ihre Helfer von Bad Muskauer Vereinen an die Gäste des Winterlicht-Festes.
1500 Lampions verteilten Mitglieder der Stiftung und ihre Helfer von Bad Muskauer Vereinen an die Gäste des Winterlicht-Festes. FOTO: mat1
Bad Muskau. Aus allen Himmelsrichtungen sind am Samstag Besucher nach Bad Muskau geströmt. Die Stiftung Fürst-Pückler-Park und die Stadt hatten zum dritten Winterlicht-Fest eingeladen und mehr als 2000 Gäste wollten die besondere Atmosphäre nicht verpassen. Martina Arlt

An vier Startpunkten der inszenierten Lichtwanderung versammelten sich die Besucher: Am Alten Schloss, am Weltende/Böses Ufer, an der Orangerie sowie am Informationspavillon im polnischen Teil des Parkes gaben Mitglieder zahlreicher Bad Muskauer Vereine insgesamt immerhin 1500 gelbe, rote, blaue und grüne Laternen aus. Gilbert Habedank als Mitarbeiter der Stiftung begrüßte die Besucher an der Orangerie, wo grüne Lampions verteilt wurden: "Wir hatten auch schon einen Spaziergang bei Schnee, doch heute starten wir bei Mondbeleuchtung." Von dort ging es entlang der Neiße über Schafstallweg, Herrengarten und Moorbadstraße zur Schlosswiese.

Zeitgleich fand an diesem Tag diese Veranstaltung in den Partnerresidenzen im azienki-Park in Warschau, in Zarskoje Selo bei St. Petersburg, im Schlosspark von Luneville in Frankreich und in der Prinz Gong Residenz in Peking statt. Bilder aus allen vier Residenzen aus dem vergangenen Jahr waren am Samstag in Bad Muskau auf einer Videoleinwand zu sehen."Ich würde mich freuen, wenn sich die Bewegung der Lichterfeste weltweit ausweiten würde", so Gilbert Habedank.

Nicht nur die Kinder waren von der Idee des Licht-Festes begeistert. Auch das erwachsene Publikum zog gern mit Lampions durch den Park und genoss bei einem ausgiebigen Spaziergang das Lichtspektakel. Die Züge mit den verschiedenen Farben auf den unterschiedlichen Marschrouten waren gut zu erkennen. Ausgewählte Gebäude und Baumgruppen zogen mit Lichteffekten die Blicke auf sich. Die vier Laternenzüge trafen fast zeitgleich auf der Schlosswiese ein. Dort nutzten die Gäste gern die Möglichkeit, sich an der Feuerschale zu wärmen, etwas zu essen und zu trinken. Musikalisch empfangen wurden sie vom Dr. Blech-Quintett aus Niesky.

Bereits im vorigen Jahr war Ingrid Schulz (74) aus Krauschwitz von dieser Idee begeistert: "So ein Fest bringt die Menschen näher, es ist eine sehr schöne Veranstaltung von der Stiftung. Auch meine Enkeltochter Susann aus Leipzig ist mit Tochter Anastasia gekommen, um diesen Abend einmal mitzuerleben."

Thomas Sander aus Krauschwitz kam mit Enkelkind und Nachbarskind Charlotte (4) sowie Carolin (3): "Bei der Premierenveranstaltung 2013 war ich bereits dabei. Dieses Lichtermeer im Park ist wirklich einmalig, das sollte man nicht verpassen." Auch Familie Dörre aus Forst zeigte sich von der "einzigartigen und exzellenten Atmosphäre" angetan. "Dieser stille, besinnliche Spaziergang ist erholsam und strahlt etwas Positives für Herz und Seele aus." mat1