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Wölfe in Sachsen
Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Krauschwitz . Das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen hat nach zwei Angriffen auf Hunde Proben genommen. Noch lässt sich nicht sagen, ob Hunde oder Wölfe schuld sind an den Vorfällen. pm/rw

Am 27. und 28. Dezember 2017 wurden dem sächsischen Wolfsmanagement aus den Gemeinden Weißkeißel und Krauschwitz zwei Vorfälle gemeldet, bei denen ein Hund verletzt beziehungsweise ein Hund getötet wurde. Bei letzterem handelt es sich um ein Tier auf einem Grundstück am Carolinenweg. In beiden Fällen befanden sich die Hunde auf dem Grundstück ihrer Besitzer und die Besitzer sahen auf dem Grundstück ein Tier, welches sie als wolfsähnlich beschrieben.

Das Lupus Institut für Wolfsmonitoring und -forschung wurde in beiden Fällen zeitnah informiert, untersuchte die Vorfälle vor Ort und nahm Genetikproben an dem verletzten, sowie toten Hund. Außerdem wurde der Kadaver des toten Hundes zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Hier werden auch alle toten Wölfe untersucht, heißt es in einer Presseerklärung.

Zum derzeitigen Zeitpunkt lässt sich nicht sagen, ob die Hunde von einem Wolf oder einem Hund angegriffen wurden. Die Untersuchungen des Kadavers und der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse bringen. Auch wurden vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt.

Aufgrund der beiden Vorfälle bittet das sächsische Wolfsmanagement alle Hundebesitzer in den Ortslagen Krauschwitz, Weißkeißel und Weißwasser, ihre Tiere gut zu beaufsichtigen und möglichst über Nacht zu sichern. Außerdem sollten Sichtungen von Wölfen oder streunenden Hunden in diesen Bereichen umgehend an das Lupus Institut oder das Landratsamt Görlitz gemeldet werden.

Die genannten kann man wie folgt kontaktieren: Lupus Institut (0173 / 3572 329); Landratsamt Görlitz, Kreisforstamt (03588/2233 3401).

Sobald neue Informationen vorliegen, wird das Kontaktbüro darüber informieren.