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Kommunales
Hoffen auf 30 km/h und Straßenausbau

Blick auf die Ortsdurchfahrt in Reichwalde.
Blick auf die Ortsdurchfahrt in Reichwalde. FOTO: Regina Weiß
Reichwalde. Weitere Planungen für Ortsdurchfahrt Reichwalde laufen noch. Als Umleitungsstrecke noch einmal gefragt.

(rw) Die Ortsdurchfahrt Reichwalde ist nun wahrlich keine Rennstrecke. Dafür ist ihr Zustand nicht gut genug. Doch die Sicherheit der Schulkinder im Bereich der Bushaltestelle sowie die an der Straße gelegene Kita waren Grund genug, das die Gemeinde Boxberg bei der Kreisverwaltung in Görlitz eine Reduzierung auf 30 km/h beantragt hat. Noch gibt es dazu keinen schriftlichen Bescheid, erfuhr Gemeinderat Frank Müller auf seine Nachfrage in der jüngsten Ratssitzung.

Derweil diese Entscheidung nicht mehr so ewig brauchen wird, ist beim Thema Ausbau Ortsdurchfahrt mehr Geduld vonnöten. 2017 als Baubeginn ist Geschichte. 2018 ist auch kein Thema mehr. Nach Aussage des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ist nach einer Umplanung des Vorwentwurfes nun davon die Rede, „eine Einordnung des Vorhabens in das Bauprogramm 2019 anzustreben“. Betroffene Grundstücksbesitzer waren im vergangenen Jahr zum Grunderwerb für die Verlängerung des Gehweges in Richtung Rietschen angeschrieben worden. Weil es auch Ablehnungen oder gar keine Reaktionen gegeben hat, zeichne sich laut Lasuv kein Einvernehmen ab. Ohne dieses müsste das Baurecht über ein Planfeststellungsverfahren hergestellt werden. Laut Lasuv habe die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat deshalb entschieden, dass eine Verlängerung des Gehweges entfällt.

Da ein Ausbau der S 131 noch etwas auf sich warten lässt, hat die Straßenmeisterei Weißwasser punktuell die Deckschicht erneuert. Die Arbeit, die im Herbst passierte, soll auch eine größere Schlaglochbildung im Winter vermeiden helfen.

Derzeit noch im Winter kommt der nächste Sommer bestimmt und mit diesem der Umbau mehrerer Bahnübergänge im Stadtgebiet Niesky und der Ersatzneubau der Straßenbrücke B 115 im Zuge des weiteren Fortgangs auf der Bahnstrecke Knappenrode-Horka. Das könnte auch Folgen für Reichwalde haben. Zwar laufen bezüglich des Umleitungsverkehrs während der Bauzeit noch die Abstimmungen mit den betroffenen Stellen. Doch das Landratsamt kann bereits eine großräumige Umleitung während des Baus der Brücke auf der B 115 bestätigen. Diese soll über die S 121 (Niesky/Mücka) und S 131 verlaufen, somit wäre auch Reichwalde betroffen

(rw)