(pm/ckx) In Zittau ist ein neues Forschungstechnikum der Hochschule Zittau/Görlitz eingeweiht worden. Dort soll an der ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Verarbeitung sowie Wiederverwertung von naturfaserverstärkten Kunststoffen (NFK) geforscht werden. Die Projektpartner, zu denen neben der Hochschule auch 20 überwiegend regionale Firmen sowie acht wissenschaftliche Institute gehören, wollen effiziente Technologien entwickeln und neue Anwendungsbereiche für diese nachhaltigen und leichtbaugerechten Werkstoffe erschließen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Klimaschonung und Einsparung wertvoller Ressourcen geleistet werden, teilt die Hochschule mit. Das Projekt ist vom Freistaat sowie vom Bund gefördert.

Die Partnerschaft Lausitzer Naturfaserverbundwerkstoffe (Lander) besteht seit 2017. Um die erforderliche Maschinen- und Anlagentechnik, die für die Herstellung, Verarbeitung und Analyse von NFK-Bauteilen erforderlich ist, aufzubauen und miteinander zu koppeln, haben sich die Partner für den Bau eines spezialisierten Forschungstechnikums stark gemacht, was nun eröffnet wurde. In diesem interdisziplinären Partnerschaftslabor finden Personal und Technik Platz.

Auf engstem Raum lässt sich die gesamte Prozesskette von NFK abbilden und ganzheitlich erforschen, heißt es. Angefangen von der Fasergewinnung sowie der Faseraufbereitung und –funktionalisierung über die energieeffiziente Herstellung von NFK-Bauteilen bis hin zum Recycling und zur Wiederverwendung. Das hohe Interesse regionaler Unternehmen an einer Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz im Bereich der naturfaserverstärkten Kunststoffe sei groß. Das zeige nicht nur die große finanzielle Unterstützung vieler Unternehmen – sie liegt bei knapp einer Million Euro –, sondern auch die Bereitstellung von Anlagen- und Maschinentechnik zum Gelingen der Projektziele.

Die Bauzeit der Halle in Zittau hat anderthalb Jahre betragen. Das Projekt wird noch acht Jahre durch den Bund gefördert. Die Hochschule kündigt an, sich für weitere vier Jahre Förderung zu bewerben.