Am Mittwoch (20. Juli) haben Einwohner, Tiere und Natur unter der Hitze gelitten. Das Hoch „Jürgen“ hat dem gesamten Freistaat Sachsen kräftig eingeheizt. Die Temperaturen überschritten schon am Vormittag vielerorts die 30-Grad-Marke. Der Tageshöchstwert wurde mit 38,1 Grad Celsius in Bad Muskau gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) informiert.
2019 hatte Bad Muskau im Juni den Temperaturrekord gebrochen. Vor zwei Jahren wurden in der Parkstadt 38,6 Grad Celsius gemessen. Der Ort in der Oberlausitz hielt für Sachsen auch den bisherigen Hitze-Rekord für den Monat Juni: 36,8 Grad wurden am 21. Juni 2000 gemessen.
Bad Muskau kann aber auch anders: Zu DDR-Zeiten ist in Bad Muskau der Kälterekord gemessen worden: minus 27,6 Grad Celsius.

Coschen

Kein Ende der Trockenheit in Sicht

In den kommenden Tagen soll es etwas kühler werden. Aber: Wegen der anhaltenden Trockenheit galt weiter eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. „Mit den paar Regentropfen wird sich nicht viel ändern“, betont der Meteorologe. Am Freitag sollen die Temperaturen erneut auf bis zu 31 Grad steigen, es bleibe trocken und heiter, hieß es.
Aufgrund der Wetterlage ist aktuell darüber hinaus mit sehr hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und Ausdauersport im Freien sollten vermieden werden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit.
Am 19. Juli lagen die Ozonwerte in Zinnwald im Erzgebirge am Nachmittag und am Abend bereits drei Stunden lang über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Entsprechende Ozonwarnungen wurden versendet. Bei solchen hohen Ozonbelastungen können Beschwerden wie Husten, Atembeschwerden und Schleimhautreizungen auftreten