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| 01:47 Uhr

Hightech-Standort mit Zukunftsaussichten

Spremberg. Wenn es um Arbeitsplätze geht, kennen Wirtschaft und Behörden keine Ländergrenzen. Jüngstes Beispiel ist der Bau einer Abwasserbehandlungsanlage im Industriestandort Schwarze Pumpe. kg

Am Freitag war Grundsteinlegung für den 18 Millionen Euro teuren Bau.

Die vor 60 Jahren gebaute Anlage zur Abwasser- und Niederschlagswasserentsorgung hat ausgedient, die im Jahr 2004 von der Stadt Spremberg mit Fördermitteln errichtete Abwasserbehandlungsanlage (ABA I) hat ihre Kapazitätsgrenze mit zwei Millionen Kubikmeter pro Jahr erreicht, jetzt wird länderübergreifend die ABA II gebaut. Ihre Kapazität: mehr als vier Millionen Kubikmeter.

Im Juni 2012 soll die Anlage in Betrieb gehen. „Ein Wendepunkt, der die Standortbedingungen wesentlich verbessert“, sagt der Brandenburger Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) und bescheinigt dem „Hightech-Standort“ gute Zukunftaussichten. „Wir ziehen länderübergreifend an einem Strang“, erklärt Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP).

Er würdigt den Bau der ABA II als wichtige Vorleistung der Gemeinden Spreetal und Spremberg, um weitere Unternehmen im Industriepark anzusiedeln.

Nach dem Gesetz sind die Kommunen für die Wasserver- und -entsorgung zuständig. Derzeit wird eine Brauchwasserleitung gebaut, um sulfatarmes Wasser aus der Bloischdorfer Rinne über eine 14 Kilometer lange Trasse nach Pumpe zu leiten. Bauträger dieses Acht-Millionen-Euro-Projektes ist die Altstadtsanierungsgesellschaft Spremberg (ASG). Auch für die ABA II ist das Tochterunternehmen der Stadt Spremberg der Erschließungsträger.

56 Jahre nach der Grundsteinlegung für das Gaskombinat Schwarze Pumpe beginne ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Industrieparks, erklärt Sprembergs Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU). Um den Standort wettbewerbsfähig und attraktiv zu machen, werden insgesamt 104 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert.

Dazu gehöre auch der Bau der Ortsumgehung Spremberg, die im September freigegeben und etwa 34 Millionen Euro kosten werde.