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Herrnhut: Rückhaltebecken jetzt im Probebetrieb

Görlitz. Im Hochwasserrückhaltebecken Rennersdorf nahe Herrnhut wird seit vergangener Woche Wasser angestaut. Damit hat der Probestau begonnen, der bei jeder neuen Anlage vorgeschrieben ist, teilt die Landestalsperrenverwaltung mit. red/skl

Beim Probestau wird überprüft, ob der Damm bei höheren Wasserständen tragsicher ist und alle Betriebseinrichtungen sicher funktionieren. Der Probestau wird von Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung permanent überwacht. Anschließend wird das Becken wieder entleert.

Wann der Probestau abgeschlossen ist, hängt davon ab, wie viel Wasser aus dem etwa 87 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet in das Hochwasserrückhaltebecken laufen. Benötigt werden rund zwei Millionen Kubikmeter. Damit hätte das Becken einen Wasserstand von rund elf Metern und das Becken wäre bis zur Hälfte des Speicherinhalts gefüllt.

Das Hochwasserrückhaltebecken Rennersdorf wurde zwischen 2006 und 2014 gebaut. Als grünes Becken wird es nur bei Hochwasser angestaut. Es kann rund 3,6 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Davon profitieren auch die Gemeinden unterhalb der Pließnitzmündung auf der deutschen und polnischen Seite der Lausitzer Neiße einschließlich Görlitz und Zgorzelec. Der Damm ist 300 Meter lang und staut das Wasser des Petersbachs, Erlichbachs, Triebenbachs und des Ruppendorfer Wassers. Unterhalb des Beckens mündet der Petersbach in die Pließnitz. Das Becken hat neben dem Damm ein Durchlassbauwerk. Es besteht aus zwei Betriebsauslässen und einem Ökotunnel.