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Helma Orosz und das Schweigen danach

Der „intelligente Lösungsansatz“ scheint vertan. Seit dem Weggang von Helma Orosz als Ministerin nach Dresden ist der Weißwasseraner OB-Stuhl verwaist. Am 28. September nun soll dieses Amt durch Wahl neu besetzt werden. Reichlich zwei Monate vor diesem Termin ist nichts klar.

Anstatt sich alle politischen Parteien im Stadtparlament auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, werden jetzt Namen in Hülle und Fülle in Umlauf gebracht.
Für Weißwasser ist diese Tendenz bestimmt nicht förderlich. Denn die Wähler möchten möglichst zeitig wissen, wem sie ihre Stimme geben könnten. Programme auf den Tisch zu bringen, die der Stadt aus manch misslichen Situationen herausbringen, wären da glaubwürdige Visitenkarten. Doch solche Papiere erst kurz vor der Wahl an die Öffentlichkeit zu bringen gilt als fatal.
Ich bin gespannt, ob in der kommenden Woche endlich die Weichen gestellt werden. Wahlkampf hat nicht zuletzt mit Kompetenz und Glaubwürdigkeit zu tun. Geht das große Schweigen indes weiter, dann dürfte die ohnehin in Weißwasser erkennbare Wahlmüdigkeit am 28. September obsiegen.